13. August 2008

August-Mitte

.... man merkt es am fahler gewordenen GRÜN, den schon deutlich kürzeren Tagen, am Lichteinfall , am Wind, der anders klingt, vor-herbstlich daherkommt und die Spinnenweben auseinanderzupfend, kurz und gut, man merkt es deutlich: der Sommer hat seinen Höhepunkt erreicht. Doch bleibt noch eine kurze Zeit, bevor der September mit Schulanfang , dem Berufsleben und der "Routine" wieder anfängt.
Die folgende kleine Geschichte schreibe ich für
LIESEL (die vom Förster), da sie gerne wissen wollte, ob es hier "auf dem Land" noch typische Bräuche oder Gepflogenheiten gibt..
Ja, die gibt es. Es gibt etwas ein , Evenement, das zur Tradition geworden ist. Sie stammt nicht aus dem Mittelalter, geht aber auf eine wahre historische Begebenheit zurück von der man nicht mehr gerne spricht, und der nur die "TAT"(*Fusnote) zu einem internationalen EVENT geworden ist.

Also, vor einigen Tagen begann ich mich zu wundern, denn,- bald war ja schon wieder der 15. August, -dass ich noch keine gelben Kleber auf der Strasse gesehen hatte ...

Und hier beginnt , genau wie bei der Geschichte von den Kühen, eine Erinnerung an meinen ersten Sonntagmorgen, grade als ich hier aufs Land gezogen war.
Ich stand am besagten Fenster, (es roch nach frischem café) schaute morgens früh nach draussen , sah aber nicht auf die Kühe, sondern auf ein ungewöhnliches Getreibe vor dem Fenster; Menschen, Wanderer, einnzeln , in kleineren und grösseren Gruppen (Männer, Frauen , alt und jung, marschierten flott vorbei, und das schon um 7.00 Uhr morgens. !! Einige mit Rucksack, andere wiederum fast ohne irgend ein Gepäck. Es kamen Behinderte in spezialen Fahrradkonstrutionen vorbei, , selbst Rollstuhlfahrer begleitet von einem Helfer auf dem Fahrrad .














Nach dem Frühstück hatte ich den Eindruck dass der Strom der vorbeiwandernden zugenommen hatte!.
Es wurde pittoresk. Ich sah "verkleidete" Leute, lustige Mützen, oder auch strenge Uniformen. Und immer wieder kehrte ein Totenkopf auf Flaggen oder als Aufdruck auf einem Hemd oder Jacke vor. Seltsam! und gleichzeitig gruselig.

































Man sang, unterhielt sich laut, oder schaute schweigend verbissen ach vorn.
Mittags kamen grosse Scharen vorbei, sie marschierten langsamer, einige humpelten mehr












oder weniger stark, es gab müde Minen, dann kam wieder ein Trupp Parakommando Soldaten in Reih und Glied fesch vorbeimarschiert. Man hörte , ausser dem flämischen, Englisch, Amerikanisch, Französich, Deutsch, Dänisch und andere Sprachen.


Dieser Mann links ist ein berühmter TV SChauspieler!!
So gegen 15.00 Uhr, (Nachmittags Café) sah man viele Menschen nur "gebückt und schleppend vorankommen, dann liessen sich einige vor dem Fenster ins Gras fallen, streckten sich lang aus ; sie sahen sehr müde und richtig "am Ende" aus,- sie massierten die Beine, -zogen Schuhe aus...nach einer Weile standen sie wieder auf und schleppten sich weiter.. (wie ein Leichenzug) .

















Seltsam, ....Mir kam das alles fast unheimlich vor. Gegen 17.00 Uhr schien es endlich vorbei zu sein, die Strasse blieb leer.. Ein Besenwagen kam vorbei, dann blieb die Strasse leer.
Inzwischen hatte ich mich erkundigt und erfuhr, was da los gewesen war: es handelte sich um : den DODENTOCHT.
Jedes Jahr wird um das Wochenende des 15. August der "DODENTOCHT" veranstaltet.



"Der Dodentocht, auch Totenkopfmarsch genannt,(*siehe Fusnote ) ist ein 100-km-Marsch, der in der belgischen Gemeinde Bornem und Umgebung veranstaltet wird. Der Parcours geht über kleinen Strassen und Feldwege, durch kleinere Dörfer. Ein grosser Teil führt am Ufer der Schelde auf dem erhöhten Deich vorbei.












Nach 50 km, auf halbem Weg, ist ein grosser Erholungsposten mit Schlafsaal und einem Rot- Kreuz-Stand eingerichtet.















Der Marsch findet jährlich im August statt.
Der Dodentocht wird in Bornem und Umgebung wie ein Volksfest gefeiert. Jährlich treten ca. 8000 bis 10.000 Wanderer und Läufer den Marsch an. Je nach Wetter liegt die Erfolgsrate bei 40 - 60 %.
Ziel ist es, 100 km innerhalb von 24 Stunden durchzuwandern. Eine Platzierung findet nicht statt, da die
Motivation des Dodentochts nicht das schnelle Erreichen des Ziels, sondern das Erreichen an sich ist.
Die Abstände zwischen den Stationen verringert sich zum Ziel hin.
Der Marsch beginnt um 21.00 Uhr in Bornem und endet offiziell 21.00 Uhr in Bornem
, jedoch endet inoffiziell der Marsch erst 21.30 Uhr, um den Nachzüglern eine letzte Chance zu geben.
Bei Erreichen des Ziels erhält man traditionell eine Ananas als Erfrischung. Im Organisationszelt wird dann die Urkunde, die u.a. Marschzeiten zwischen den einzelnen Stationen enthält, direkt ausgedruckt und mit der Medaille übergeben."

Das war es also gewesen!
Die Menschen, die da morgens früh um 7.00 Uhr vorbeikamen, hatten also schon 50 km hinter sich. Wir wohnen auf der Hälte des Parcours.
Von diesem Jahr an war es jedes mal das gleiche. Bei jedem Wetter. ES gab Jahre, da regnete es 2 Tage lang in Strömen, an anderen Jahren waren es Hitzewellen, die alles anstrengender machten.
Nur wurde ich neugiereig und versuchte zu ersehen, wann die ersten bei uns vorbeikamen. Tatsächlich kamen die ersten schon gegen 3.00 Uhr Nachts vorbei, es waren die Läufer, die die die Strecke im Rennen ablegen.

Mit den Jahren änderte sich die Kleidermode, das Schuhwerk, man sah jetzt fast jeden im Dialog mit seinem unsichtbarn Handy-Partner, es wurde fast nicht mehr gesungen, dafür hatten sie die Stöpsel der iPods in den Ohren. Auch die Rekord Zeiten wurden immer kürzer, in den letzten Jahren kamen die ersten Läufer schon gegen 1.00 Uhr vorbei. (Über Doping wurde nur gemunkelt).













Auch die Behinderten auf ihren Spezial-Rädern kamen mit immer "moderneren" Modellen .













Eine zeitlang stellt ich dann auch einen Tisch mit Café und kalten Getränken vors Haus..
Es gab die Gelegenheit en wenig zu plaudern und aufzumuntern.
In diesem Jahr hatte die Organisation des DODENTOCHT den Parcours wegen grosser Strassenbauarbeiten in der ganzen Region ändern müssen. (Bei uns werden Arbeiten zur Teilung und Absonderung von Grud-Regen-und Abfallwasser ausgeführt. Seit mehr als 1 Jahr dauern die Arbeiten nun schon,.
Deswegen habe ich den diesjährigen DODNTOCHT verpasst, er war schon vorbei als ich nach den gelben Klebern auf der Strasse suchte!
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* Fusnote:
Man sagt, dass der DODENTOCHT eine Huldigung für eine Gruppe von Kriegsgefangenen aus dem damaligen Konzentrationslager in BREENDONK ist. Sie hatten einen Fluchtplan ausgeführt und haben einen Marsch von 100 km in die Freiheit unternommen. Nur einige wenige sind wirklich in Deutschland angekommen.; viele sind in Belgien oder Frankreich untergetaucht und haben sich später eingegliedert.
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Ich habe vor einigen Monaten Aufnahmen von Fort Breendonk gemacht , ich werde sie später ins Netz stellen .

10. August 2008

Mal zur Abwechselung ....WIND 2. Teil

Zwischen Teil 1 und Teil 2 liegt ein Tag "Antwerpen-mal wie ein Tourist erleben"...
Es war herrlich! Das Wetter ebenfalls, die Stadt angenehm, und ich fand all das was ich eigentlich garnicht auf dem Einkaufszettel stehen hatte, was aber doch immer schön ist, wenn man es wieder hat...zum thema Wind gabs ein nettes Spiralen-Windspiel, und der nette kleine Nepal-Laden, wo man gleich nach dem "namaste" einen herrlichen Tee angeboten bekam, hatte auch die Gebetsflaggen am langen Band, genau das was ich brauchte, da mein letztes Exemplar nach 6 Jahren ununterbrochen im WIND total "abgeweht" war. Natürlich wurden einige schöne und ("unnütze" )Klingel-Dingsbums, farbenfrohe Schals etc , was leckeres zum Schnabulieren, und noch so einiges mitgenommen.

Zu Hause wurden die Fahnen, (die leider ein wenig kleiner und eher Touristenversion waren, (sie werden garantiert keine 6 Jahre dem Wind trotzen) an der Bambusstange befestigt. Da grade durch den Wind viele Äpfel vom Baum gefallen waren, wurden sie als "Statisten" , zusammen mit RED-WEH ( QuarterHorse) in den Script mitaufgenommen. Es flogen sogar einige Bienen im Gegenwind in die Hibiskuskelche, es sind auch finstere chinesische Schattenfiguren zu sehen, einige bunte Blätter, Blumenkelche, und Klingeling -Gebimmel ...und so weiter...

Hier also die Fortsetzung...

Mal zur Abwechselung... Wind 1. Teil

Viel interessantes ist schon zum Thema WIND dazugekommen: der WIND
(hier als Sammelbegriff für alle seine Namensbrüder)
bewegt Gedanken - Menschen- Blätter- Gefühle –Wolken-
er erfrischt, kühlt,
er treibt sein Spiel mit Gräsern, Ästen, Tautropfen,
er kräuselt das Wasser, er peitscht es auf,
er glättet Sanddünen
er weht Sandkorn nach Sandkorn vom Stein
er nervt, macht unruhig, wühlt auf
gibt Energie
er bläht die Segel
er ..flüstert, pfeift, säuselt, braust, heult, donnert, jammert
er trägt Botschaften, verbreitet Saat aller Arten,
er fällt und steht wieder auf,
er schweigt
und verstummt
er...rüttelt so manches gründlich durcheinander ...und so manches mehr..


auch auf dem PC, denn er nimmt viel Platz, seinen Platz...
und genau aus diesem Grund habe ich die Audiountermalung nicht so ausführen können, wie ich es gerne gemacht hätte, (d.h. eine andere Tonuntermalung), es sind "nur"die Originalsounds, und da die Camera keinen "Windschutz" hatten kommt der Wind oft "scheppernd-störend", leider.. trotzdem....
hier also TEIL 1


6. August 2008

Mal zur Abwechselung.......WIND

Schon bei Sonnenaufgang kann man ahnen dass ER kommt, der WIND! Eine frische Erholung nach einigen heissen und drückenden Tagen.

Nach dem theatralischen Sonnenaufgang (die Kühe waren grade woanders) wurde der Purpur Vorhang zugezogen und färbte sich der Himmel erst mal schön sommerblau, dann kabbelten viele mini-Schäfchenwolkentruppen kreuz und quer , verteilten sich und flossen auseinander zu weichen plauschigen Spitzengardinen. Diese ballten sich dann zu grossen Wolkengebilden zusammen die mal einzeln, mal als grosse Gruppen hin und her wanderten.

Den Wind, wenn er oben in den Wolken ist, bleibt unhörbar; man bemerkt ihn nicht am Geräusch, man sieht ihn "nur" an der Fortbewegung. Am Blattwerk der Sträucher, Bäume, Blumen und Gräser wird er im Garten und sonst wo sichtbar, und – wenn er stark ist, auch hörbar. Mich haben seit jeher die DIALOGE (Bewegungen) der Äste, Blätter, und Gräser fasziniert. Ich nenne sie Dialoge, denn so empfinde ich sie oft. Ich sehe Finger "zeigen"- "knippern"-, "weisen" , drohen, verneinend oder bejahend nicken, Hände "winken" oder Köpfe und Gestalten sich "schütteln" , als einzelne , oder auch als Gruppen.

jajaa, :-) es ist Hochsommer-Zeit!!!!


Ich habe das, was sich grade an den 2-3 Tagen "ereignete", einfach skizzenmässig schnell mal zusammen gesetzt..nur kann es im Moment noch nicht hier erscheinen..denn "Wind" in unbeweglichen Bildern darstellen, das fand ich nun zu leblos. Ich brauche noch ein wenig Zeit um etwas aus zu probieren. Bisdann also!

27. Juli 2008

Mal als Abwechselung:...Schwefel-Licht"


Heute ist Sonntag
der gestrige Tag war, virtuell ausgedrückt, ein schwarzer Tag, nichts ging wie es sollte. Und das ausnahmsweise auf der breiten Ebene des Internets. Aber wiederum nur bei einem Teil der Internetnutzer.Nicht nur an meinem kleinen Kasten . Nachrichten wurden nicht richtig verschickt, gingen verloren, oft kam man garnicht dahin wo man hinwollte, man stand sozusagen auf dem Sclauch.
Irgendwie eine Art Stille
In die Stille eine Note von Yehudi Menuhin

Die Stille ist eine Ruhe
aber nie eine Leere
sie ist Klarheit
aber nie ein Fehlen einer Farbe
sie ist der Rhythmus,
sie ist Grundlage jedes Gedankens
le silence est une tranquillité
mais jamais un vide
il est clarté
mais jamais une absence de couleur
il est rythme, il est fondement
de toute pensée.
Völkerkundemuseum Zürich, Zeichnungen der SAN

de stilte is een rust
maar nooit een leegte
hij is duidelijkheid
maar nooit een afwezigheid van kleur
hij is hij ritme, hij is grondslag van elke gedachte

Heute ist Sonntag.
Heute scheint alles wieder in Ordnung zu sein.
Allen einen schönen Sonntag!!


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Ich habe wieder einige Kartons „abgarbeitet“.Beim „wühlen“ entdeckte ich einen
Karton mit alten Video Cassetten und auf Cassetten überspielte Filme . Was gab
es da ? alles alte Klassiker , von den Serien Charlie Chaplin über Don Camillo,
Arsen und Spitzenhäubchen, Die Buddenbrooks, und eine Anzahl französischer
und internationaler Highlights der 80ger Jahre. !
Darunter die Cassette : BAGDAD CAFE, !!!! Wie passend zur Hitze hier!
das musste ich mir sofort ansehen und....entdeckte dort die Farbnuancen die ich
in der Bildern von HOPPER schon gesehen hatte und die mir ungemein gefallen..
hier als Erinnerung oder zur Wiederauffrischung :


Jasmin and....Calling You!




und noch ein video!

! ! !

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"Die Menschen beginnen in der Hochsommerzeit für die anderen planetarischen Wesen so leuchtend hinauszuglänzen in den Weltenraum, wie die Johanniskäferchen auf der Wiese zu Johanni in ihrem Lichte erglänzen"
Ich habe lange über den Schwefel , den Sulfurprozess und das "innere Durchwobensein " nachgedacht
...und konnte es mir nicht verkneifen,
einen Versuche der virtuellen Visualisierung

mal hier hinein zu stellen...

Als ob es programmiert wäre...gestern abend war der Sonnenuntergang richtig schwefelig gelb....(vielleicht auf anderen Bildschirmen nicht so deutlich zu sehen
ich war am lesen, und...musste mich von Zeit zu Zeit an imaginären Fäden wieder "runter" ziehen....
.....Dasjenige, was da spielt beim Verlauf der Hochsommerzeit , das ist ein inneres Durchwobenwerden mit dem, was, ich möchte sagen äusserlich, grob materiell, angedeutet ist in dem Schwefel. Dies ist.....> weiterlesen in:


1. Vortrag Dornach, 5. Oktober 1923


"Das Miterleben des Jahreslaufes in den 4 kosmischen Imaginationen.

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Für diejenigen die ein wenig Französisch verstehen und vielleicht auch einige Worte Flämisch ( ähnelt ja dem Deutsch)...hier ein "hoch aktueller und humoristischer " 2 sprachiger Beitrag"...

Sois Belge-

Leçon de Neerlandais*

*speziell für Michel Gastkemper und alle die NL verstehen :-)

Es handelt sich um die belgische "Zweisprachigkeit "...eine 'Tugend' die oft heitere Ergebnisse hervorbringt - man kann perfekt während einer Unterhaltung von einer Sprache in die andere und von einem Dialekt in den anderen wechseln. Bei spitzfindigen und wortgewandten Rednern (und Wort-Karikaturisten so wie hier ) ist es ein wahres Vergnügen!!..ich lache mich jedes mal kringelig!!!


video

sooo.....ich wühle weiter in den Kartons je continue à trier et ranger, ik doe verder met mijn kartonnen dozen....... bis später mal...



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Es gibt was zu erledigen... Einmal muss man sich an die Arbeit machen


...dies sind natürlich nicht die richtigen Kartons , sooo viele sind es auch nicht, aber trotzdem eine "zehrende " Arbeit: Beim Öffnen eines Kartons fängt es an: da hat man jahrenlang nicht dran gedacht dass es dies oder jenes noch gibt, - und jetzt - wo es wieder zum Vorschein gekommen ist, beginnt die Qual der Wahl: Sortieren :


-was "darf" das weg ?
-soll man das vielleicht noch behalten?,
-was MUSS endlich weg???? -


Zwischendurch melde ich mich mal....wer weiss was man in den Kartons alles findet !! Es handelt sich nicht um einen Umzug, sondern um das Aufräumen von verschiedenen 'Familienarchiven'! Bis dann!

21. Juli 2008

Der 21 .JULI wird gefeiert...jeder wie er will

Es war ein trüber windiger nieseliger Tag....eigentlich wie immer...


"LE ROI", in offizieller Uniform,
Paola kam diesmal ohne ausgefallene Kopfbedeckung...

während andere die tollsten Gebilde zeigten...


Heute ist kein normaler Tag, kein Sonntag, sondern ein sog. Feiertag: la Fête Nationale Belge...wie immer, ein freier Tag in der Sommerferienperiode...ein Tag an dem es meist nicht so schönes Wetter" ist...ein Tag der dazu dient, Dinge zu tun, die man sonst nicht tut, also: alles was auf die lange Bank geschobern worden war, was man schon immer mal tun wollte, oder was man "mal schnell nur so " erledigt.

Im Fernesehn wird das TeDEUM übertragen, dann die Festlichkeiten mit allem Drum und Dran,

...Défilé militaire, ....cortège Royal...Saint Michel auf dem Rathaus kann alles aus der Höhe betrachten...

und Manneken Pis hat seine Feiertagsuniform angezogen



die Pralinen sind lecker zum café...

ein Gang durch die MAROLLEN lädt zum Schnabulieren ein...

"Quick en Flupke "verstecken sich vor dem "GENDARME"

die Bürogebäude der verschiedenen Institutionen haben frei...

ART NOUVEAU ist "présent"
während andere Flagen tragen...
so weit für jetzt....
ich erledige....alles was noch so zu tun war....
Ein TAG wie viele andere.....

18. Juli 2008

Sommer * Reisen * fliegende Worte* Poesie

Der Garten von EDEN

De Tuin van EDEN - Le jardin d'EDEN-
der Elfen Lieblinge

Blüten...













Sie sind schon seltsame Gestalten im Pflanzenreich:
Die zarten Elfenblumen (Epimedium) faszinieren durch
fragile Schönheit und überzeugen als anspruchslose
und vielfältig einsetzbare Schattenstauden. Grund genug,
nicht allein von Fabelwesen begehrt zu werden.

Auch Worte, gepflegt und schön geordnet, ergeben Bilder,

lassen Töne erklingen, malen Farben auf unsischtbare
Leinwand, je nach Struktur werden es feine, grobe,
kräftige oder spielerische Strukturen....
manchmal ergeben sich daraus sogar...Stilblüten ;-))))
kunstvoll zusammengewobene Wortbilder ergeben ......
...Gedichte



















Der Liebe junger Traum
Wirft Licht in den
Schatten meiner Tage
Der Liebe junger Traum
Weidet in der Bucht
Deines Schoßes
Über den Steg der Nacht
Ranken die Zweige
Der Erinnerung
Schmecke ich Vanille
Aus der Leuchtspur
Deines Körpers
Dein gieriger Mund zerbricht
Die Gitter der Angst
Aus der Unendlichkeit
Dröhnen blinde Lider

Sie weinen um den
Engel in Blut und Tränen
Dein Glaube
Schweigt dunkle Worte
Dämmerung und Trost
Der Liebe junger Traum
Wirft Licht in den
Schatten meiner Tage:
Der Liebe junger Traum

© R. Bitter

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Farinelli
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Terugreis














Dante ging te voet, Odysseus maakte een vlot,
Aeneas bouwde een vloot en jouw fraaie trein
verlaat het station met een falend licht --
in deze nacht volstaat de doordringende blik
van het oude reisverlangen:
aan elk einde van de wereld,
diep in je verborgen,
sterft een kind in de ochtenduren
van een gedicht.
je verbroederde handen
brengen water naar zijn gezicht.
luister naar de laatste woorden,
hoe ze kreunen op het ritme van de trein.

je bent onderweg naar de mythische oorden
van een onverkend maangevoel
dat heersen wil in je zilveren verleden.
eindwoord zonder partner:
gevreesd doel van zoveel onromantisch heden.

© Bart Stouten












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LA MUSIQUE (Charles Baudelaire)














La musique souvent me prend comme une mer !
Vers ma pâle étoile,
Sous un plafond de brume ou dans un vaste éther,
Je mets à la voile
La poitrine en avant et les poumons gonflés
Comme de la toile,
J'escalade le dos des flots amoncelés
Que la nuit me voile ;
Je sens vibrer en moi toutes les passions
D'un vaisseau qui souffre ;
Le bon vent, la tempête et ses convulsions
Sur l'immense gouffre
Me bercent. D'autres fois,
calme plat, grand miroir
De mon désespoir !
( Les Fleurs du mal )











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Les pierres multicolores
Beryls rouges-violacés des roches volcaniques
Dont la couleur intense fait penser au rubis
Béryls morganite, allant de l'ambre marbré,
Au beau rose saumon qu'a la fine " fleur de pêcher "
Tourmalines violettes,
roses ou vertes, nommées
Achroïte incolores, ou bleues indicolites
Rubellites framboise, ou menthe verdelites :
Aux sommets plats et aux formes élancées,
D'un rayon de lumière : toute une ville s'allume !
Avec tous ses gratte-ciel qui illuminent la nuit,
Mélangeant à la fois : l'eau, le feu, le granit ;
Vision fantastique d'un monde qui se consume...
Comme un morceau d'étoile venu de l'univers
Une 'Blende' aux mille facettes est tombé sur la terre
Elle ouvre tout grand ses yeux dans les premières lumières,
Comme un monstre surpris qui sort à découvert.

















*** *** *** ***

16. Juli 2008

Das ist es!

heute war der Himmel grau .. Wenn es ein sonniger Morgen ist und ich am Computer sitze fällt die Morgensonne schräg ins Zimmer, auf eine goldgelb getönte Wand. Der Lichtstrahl trifft auch auf ein zufällig hingestelltes Zusatzteil vom Scanner, welches noch mit einer Plastikfolie (zum Schutz) beklebt ist. Diese Oberfläche ist aber "hubbelig", d.h. es sind einige unregelmässige Luftblasen unter der Folie. Am Fenster hängen 3 Kristalle, 2 davon trapezförmig geschliffen, ein anderer in Tropfenform. Die Morgensonne scheint duch die Kristalle, die sich ein wenig bewegen, treffen dann auf die hubbelige Fläche und werfen abstrakte Bilder an die Wand.
So sieht die Wand aus , wenn kein Licht duch die Kristalle fällt; im Video ist ein blauer unbeweglicher "Strich" zu sehen, der auf diesem Bild nicht zu sehen ist, es ist eine kleine Beschädigung an der Wand selber, die duch das Licht mehr hervortritt


14. Juli 2008

Wer weiss ?????

Was ist das?

13. Juli 2008

Guten Sonntag_Morgen!

Der Sommer ist launisch, nachts regnet es, dann geht die Sonne auf grauem Himmel versöhnend im Regenbogen auf und verspricht einen kontrastreichen Tag. Alles Weitere sagt der Wetterbericht nach dem Frühstück!
.....ein zusammengebasteltes Panorama!
zum Wetterbericht gibt es:
frische Croissants, "couque suisse", Schnecke und "couque au chocolat"

die Sonne war etwas wässrig,- der café aber nicht,- die Croissants knusprig...

Der Blick aus dem Fenster ist: "beruhigend", ....die Kühe sind im Hintergrund!
Zu sommerlichen Höhen
Erhebt der Sonne leuchtend Wesen sich;
Es nimmt mein menschlich Fühlen
In Raumesweiten mit.
Erahnend regt im Innern sich
Empfindung, dumpf mir kündend,
Erkennen wirst du einst:
Dich fühlte jetzt ein Gotteswesen.

9. Juli 2008

mal zwischendurch... der Mais wächst stetig......

Der Mais wächst und wächst, mein "Horizont" wird immer begrenzter...
vor einiger Zeit sah es so aus..--->

Disteln sind meiner Meinung nach sehr schöne Pflanzen mit wunderbareb BLüten, sie sind hier unendlich hoch gewachsen, aber nun mussten sie weg.
Schweren Herzens habe ich sie alle geköpft, und nicht nur das, sondern die ganze Pflanze abgaschnitten, damit man wenigstens mal wieder Boden sieht. Dabei wurden die Bewohner der unteren Schichten sichtbar gestört, ich habe mich beeilt und sie mit abeschnittenem Grünzeug bedeckt.

Die Bienen konnten wegfliegen. Leider sind es meiner Meinung sehr wenig Bienen die hier herumfliegen, und der gesäte Bienenschmaus wächst langsam...





3. Juli 2008

Sommer_KUH_ Impressionnen

„Mes vaches“
Die Kühe
*
---> *Video am Ende



Seit ich hier wohne, (das ist schon eine ganze Weile her) habe ich von einem der Küchenfenster aus Sicht auf eine Stück Weide mit grasenden Kühen, links im Bild ein abbruchreifer Vorbau vom alten Gehöft , dahinter dem Stall, einem unschönen Getreidesilo, gradeaus und weiter nach rechts sieht man einen Teil der Weide, (ung. 400m tief) in verschiedenen versetzten Stücken nach hinten auslaufend und links aus dem Blickfeld verschwindend.
Damals (aus der Stadt kommend) war ich entzückt über so viel Natur direkt vor dem Fenster. Die Sommerferien hatten grade begonnen und die Sicht auf die im Gras ruhenden und wiederkäuenden Kühe war Erholung pur. Die Kühe gehörten zur Aussicht, d. h sie waren da, so wie eben das Gras, die Bäume, die Stallungen der Weidezaun, Regen, Sonne und Wind, sie gehörten zum „Bild“, nur das sie sich duch die Landschaft fortbewegten, mal waren sie nah, - dann wieder weiter im Hintergrund oder unsichtbar (um die Ecke). Es ist interessant zu verfolgen, wie die Gruppe der grasenden Kühe sich fortbewegt: oft stehen sie eng beieinander, dann lockert sich die Gruppe, teilt sich auf; meist aber bleiben sie mehr oder weniger parallel, beschreiben grade Linien, ovale bis kreisförmige Bogen , die kleinen Gruppen lösen sich auf, bilden eine neue Konfiguration und neue Formgebilde. Würde man diese forman auf Papier zeichnen, könnte es sein, dass das Ergebnis einer Eurythmie-Formenzkizze ähnelt...


Die Kühe blieben Tag und Nacht draussen, wurden nicht gemolken.
Von Zeit zu Zeit verschwand eine - oder mehrere von ihnen - man sah sie erst nach einer gewissen Zeit wieder....mit „Reissverschluss“- so nannte ich sie, „les vaches à tirette“-die Kühe mit den Kaiserschnitt-Narben. Die Kälber sah man nie. *(Anmerkung am Ende)

Von April bis ung. Ende November waren Kühe draussen. Erst wenn es richtig kalt und nass blieb „durften“ sie in den Stall, wo sie den Winter über eng neben-einander angebunden in Reih und Glied „standen“. Nun wa ren sie nicht mehr im Blickfeld, waren aber doch „da“. (lautstark zu Fütterungszeiten).

Im Flug der Jahreszeiten und der vorbeigehenden Jahre erschienen und verschwanden die Kühe. Mit der Zeit erkannte ich jede an den verschiedensten Merkmalen: an den Formen der Euter, (die zum Teil ulkig aussahen), der Hörner und des gesamten Körperbaus. Im Lauf der Jahre sah man die Kuhdamen auch altern.(!) Oft kamen jüngere Kühe dazu, aber die alte Garde blieb. 1-2 Jungstiere waren auch dabei, schienen aber keine ‚’spezielle’ Funktion zu haben.

Im vergangenen Frühling jedoch schien alles verändert, die Kühe kamen später als alle anderen in der Umgebung, die Truppe war auf 9 Kühe geschrumpft. Nach einiger Zeit wurde deutlich, dass sie trächtig waren. Wieder verschwanden und erschienen sie, mit „Reissverschluss“, nur kamen diesmal nicht alle zurück. Eines Tages hörte ich vom Hof herkommend Traktorgeräusche, dumpfes Gerumpel und sah plötzlich über einer Mauer auftauchend einen Tierleib, alle viere von sich gestreckt, kugelrund, im Greifarm des Traktors, der Arm öffnete sich und der Leib fiel schwer in einen für mich unsichtbaren Anhänger. Danach fuhr der Traktor mit Anhänger fort.
Die Truppe war sichtlich geschrumpft. Ende November waren alle Kühe von der Weide geholt, nur, was ich nicht verstehen konnte, blieb der Stall, wo sie sonst den Winter verbrachten, leer.
Der Frühling 2008 begann, die Weiden in der Umgebung wurden vorbereitet, „meine“ Weide bleib unverändert , das Gras begann schön zu wachsen,- für wen?
(Es gab Gerüchte über Bau-und Geländeverteilungen). Abwarten und hoffen!
Eines Tages jedoch merkte man Veränderungen; die Weide wurde gedüngt, nach einiger Zeit sah ich jemanden die Zäune ablaufen und den Strom kontrollieren...Hoffnung keimte...(Die Gerüchte über Bau-und Geländeverteilungen schienen ausser Gefahr).
Dann, eines Tages: sehr früh morgens: Traktorgeräusche, Gerumpel, Muhen!!!.....Ahaaaa....und dann erschienen sie im Blickfeld!! Die KÜHE!!! wie jedesmal nach einer Winterpause stürmen die Kühe auf die Weide, eine nach der anderen, rennen in alle Richtungen, machen Bocksprünge, sogar elegant bis possierlich, galoppieren erst unbeholfen und dann sehr flott grosse und kleinere Runden ( ich habe noch keine Kuh traben gesehen), um nach kurzer Zeit einfach nur zu grasen....
Es waren diesmal mehr Kühe und- ich „erkannte“ keine einzige-....auch sahen sie schon jetzt gut genährt aus....eine andere Rasse? Was war mit den anderen?
Nach einigen Tagen kamen noch neue Kühe dazu, die , das selbe Ritual von Bocksprüngen und Galopprunden ausführend, von der Herde richtg „begrüsst“ wurden.
Von meinem Küchenfenster aus habe ich nun wieder den bekannten und erholsamen Ausblick auf: „glückliche Kûhe in reiner Natur“, für ein Reklameposter gut geeignet.Den Hintergedanken an die Wirklichkeit „vergesse“ ich mal..
R.STEINER:


Ich nehme an, dass diese neuen Kühe ebenfalls“ Fleischkühe“ sind, d.h. sie werden nie gemolken, müssen nur ihr Leben lang Kälber „abliefern“ und erst wenn sie zu alt sind werden sie selbst geschlachtet. (siehe Fussnote2)

Bei den Aufnahmen für diesen kleinen Film war ich dicht bei den Tieren und konnte das Geräusch der „grasenden Herde“ richtig gut wahrnehmen, das Gras war ziemlich lang und das Geräusch der abgrasenden Mäuler ähnelt seltsamerweise an das Schlürfen oder Aufsaugen von Nahrung! Sogar grosse Disteln werden "eingeschlürft"...Und, -rein zufällig - fand ich eine Passage bei R.Steiner, die darüber berichtet! (siehe weiter unten)

Diese neue Herde habe ich richtig ins Herz geschlossen. Der Blick der netten jungen Kuhdame am Ende des Films berührt mich! Ich wünsche ihnen allen ein schönes glückliches Kuh-Leben, und werde mich immer an ihnen erfreuen!


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Fussnote
Fleischkühe: =a)Zucht von Schlachtkälbern
Milchkühe:=b) Produktion von Milchkühen
bei beiden Programmen ist der verlauf gleich:
Nach dem Kaiserschnitt wird die Kuh sofort wieder künstl. befruchtet.
Ob das Kalb die erste „Biestmilch“ bekommt, hängt vom Zuchtprogramm ab.
Milchkälber:
Das Kalb wird sofort auf Muttermilch-Ersatz umgestellt, und nach einigen Wochen an Kraftfutter, Magermilch und Heu gewöhnt. Die weiblichen Kälber werden später genau wie ihre Mütter für die Milchproduktion genutzt, d.h. auch sie werden mehrfach in Folge geschwängert um genügend Milch zu bilden, die der Mensch dann entnimmt.
Schlachtkälber und die männlichen Kälber dagegen werden gemästet, bis sie ein Gewicht von etwa 160 bis 180 Kilogramm erreichen, und landen anschließend als Kalbsfleisch auf den Tisch der Konsumenten. Geschieht dies nicht, so werden sie als Mastbullen bis 500-600 Kilogramm Lebendgewicht weitergemästet und daran anschließend geschlachtet. Das ist ihr einziger Zweck. Bei einem hohen Verbrauch von Futter und Wasser können Mastbullen täglich etwa ein Kilogramm an Körpergewicht zulegen .



Die Nahrungsaufnahme bei der Kuh ist kein Drama, sondern ein Akt der liebevollen Zuwendung, wenn wir beobachten, wie das Gras oder das Heu genommen wird: Mit der Zunge umschlungen und in das Mau gezogen – es wird nicht abgebissen. Und damit beginnt bereits die Verdauung. Ein grandioser Prozess!
Die Nahrung gelangt zunächst in den Pansen, wo sie durch langsame Kontraktionen „durchrhythmisiert“ wird. Ist der Pansen halb gefüllt, beginnt nach einer halben bis einer Stunde das Wiederkäuen, die 2. Etappe der Verdauung: Aus dem Pansen bzw. dem Netzmagen kommen anfänglich verdaute Portionen der Pflanzen in die Mundhöhle zurück. Eine nächste Stufe der Verdauungsrhythmisierung durch das gleichmäßige Vermahlen mit den Backenzähnen hat begonnen.
Danach gelangt die Nahrung in den Blättermagen, wo ihr ein Großteil der Verdauungssäfte entzogen wird. Im Labmagen schließt sich die Auflösung mit neuen Verdauungssäften an. Täglich werden bis zu 100 Liter Verdauungssäfte gebildet.
Der gesamte Vorgang des Wiederkäuens über einen Tag hin dauert ungefähr 8 Stunden, - und 8 Stunden grast die Kuh, wobei die Verdauung natürlich in den anderen Mägen und im Darm fortgesetzt wird. Die Kuh ist nun von vorn bis hinten an die Umwandlung der aufgenommenen Substanzen hingegeben. Dabei werden ungeheure Speichelmengen produziert (110 -180 Liter). So sind die Speicheldrüsen auch um ein Vielfaches größer als das Gehirn. Die Sinnesbezogenheit der Kuh ist ganz auf diesen Prozess der Nahrungsaufnahme und Verdauung hingewandt.