Posts mit dem Label Brücken - Zwischen den Welten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Brücken - Zwischen den Welten werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

15. Januar 2013

vom Advent einen grossen Sprung ins Neue Jahr...

 

" Die Winter-Weihenächte stehen vor der Tür...

das könnte man als Brücke zum vorangeschrittenen 
( und bald altem Jahr)  und dem  Neuen"einbauen"...

Allen Vorbeigehenden  ein gesegnetes Weihnachtsfest

 und ein glückliches und gesundes Neues Jahr!!!

22. Dezember 2009

Winter – Traum - Bilder

Der Winter hat ja richtig planmässig angefangen, und sogar in Belgien ziemlich viel Chaos verursacht. Und, so wie es sich anfühlt, bleibt er auch noch ein wenig. Da ist es schön, beim warmen Ofen zu sitzen, draussen den Flocken beim wirbelnden Tanz zuzusehen, die Kerzen des Adventskranzes abbrennen zun lassen, von den gebackenen Weihnachtsplätzchen zu naschen, und draussen die Vögel nicht zu vergessen. Die armen finden nun garnichts mehr: da werden schnell die jahrelang gebrauchten Kokosnuss-Schalen gefüllt mit Körnern, (in Rinderfett eingebettet) aufgehängt.
Was für eine Freude draussen!! Im Nu waren unheimlich viele Gäste da, auch neue , nie gesehene Vogelsorten fanden sich ein. Man erkannte die „routinierten“ die ohne Mühe all die verschiedenen hängenden Futterquellen plündern konnten. Die Neulinge unter ihnen waren erst ein wenig ungeschickt und blieben im Hintergrund..aber bald sah man die Amseln une sogar die Stare sich an die Meisenringe hängen, sich an die Säckchen klammern, mit ihren grossen Krallenfüsschen..ziemlich ungeschickt mit den Flügeln nach Gelichgewicht suchen, und wackelig. Aber bald bekamen sie Übung: geschickt quetschten sich die Stare in die Kokosnuss - Hälften und hackten wild drauf los.
Es kam sogar zu Kämpfen unter ihnen--- wehe wenn einer die Hackordnung nicht respektierte!!! Da ging sofort ein Schnabelgefecht los!
Nur das Rotkehlchen, mit den netten Kugeläugelchen, probierte erst garnicht diese hängenden Futterstellen anzufliegen, es hatte schon lange in Bodennähe die sehr dezent getarnten Futterstellen entdeckt...und konnte unbehelligt picken...

Als das Zwielicht begann, waren alle Vögel verschwunden. Zeit für Lektüre,- sei es Buch oder Netz. Es war so schön warm drinnen, und so musste ich irgendwie über meiner Lektüre eingedämmert sein----ich wurde wach, als es vollkommen dunkel war. Es brannten nur noch einige Kerzen. Es dauerte einen kurzen Moment bis ich richtig wieder „da“ war, aber....Traumbilder liessen mich nicht los..was war das doch nur:
Eine Stimme, die eine Geschichte erzählte,.. die Worte wurden Bilder und bleiben in der Erinnerung hängen...es ging um eine Wanderung duch unwegsame gefährliche Landschaften, um Begegnungen mit seltsamen furchterregenden Wesen, um den Begleiter der den Weg kannte und dem man vertrauen konnte....

mir kam es vor, als ob ich diese Geschichte woanders schon gehört hätte...viele viele Bilder stiegen in meiner Erinerung herauf...

einige von ihnen wurden deutlich, und ich meinte es wäre aus...der

aber die Geschichte geht ja noch weiter....

18. Juli 2009

Hoch - SOMMER

Der Sommer ist auf seinem Höhepunkt angelangt, weiter höher und prächtiger kann nun nichts mehr spriessen und blühen. Der Reife-und Abkapselungsprozess beginnt schon sichtbar zu werden. die Samen "kapseln", in den verschiedensten Formen meist sehr geometrisch und schön...


Seit meinem letzten Posting hat sich allerdings noch nichts an meinem Ebereschenstrauch geändert: er steht noch immer so prächtig voller Beerendolden wie vor einem Monat. ( fast 6 wochen). Die Beeren sind aber scheinbar schwerer geworden, denn die Äste biegen sich stark nach unten....ich kann es kaum glauben, wie das nur vor sich geht, sehe aber auch an anderen Orten, dass die Ebereschen noch nicht "abgeerntet" sind. seltsam, seit ich mich erinnern kann, hingen die Beeren höchstens 1 Woche, dann waren sie alle weg.....meine blauen Beeren am Mahoni-Strauch hatten nur eine sehr kurze "Lebensdauer", sie wurden sofort abgepickt....
An einer anderen Stelle (aber nicht in meinem Garten) wachsen Riesengebilde in den Himmel, und bilden eine gigantische Blüte, die wie eine weisse Sternenkuppel den Himmel anschaut..der Bärenklau....der hier sicher 3.50 m hoch gewachsen war.
Bei mir habe ich die kleine Version :die wilde Möhre (so heisst sie glaube ich). Hier sind es ebenfalls Sternblüten, ebenfalls weiss, nur sind die so schön geometrisch angeordneten Stengel besser zu sehen.
Es gibt überhaupt viele "Sternblütenvarinaten", hier eine gelbe Version, deren Namen ich nicht behalten habe, es ist eine Art "Unkraut", wächst auf Halden und wird in den Ziergärten sofort vernichtet...... Wenn man genau hinsiehet, ist sogar ein Gast auf der Blüte, der sich fast unkenntlich "getarnt" hat ....



eine andere Sternvariante habe ich bei meinen weissen Petunien entdeckt: man muss genau hinschauen, so fein sind die Linien, ein perfekter Fünfstern....



Die Kühe lassen natürlich auch grüssen, sie sind wieder da, wie im vorigen Jahr ; einige neue sind dabei . Alle strahlen die vollkommene Ruhe aus...und ziehen ihre "Bahnen": 2 Stunden wiederkäuen, aufstehen, an einer anderen Stelle grasen, bis sie aus meinem Gesichtsfeld ( Küchenfenster-Sicht) verschwinden um dann nach +/- 6 Stunden wieder vor meinem Fenster angelangt zu sein...

alles geschieht nach einem bestimmten kosmischen Rythmus, die weichen und organischen formen der Kuh-Wanderungen, sowohl wie das Wachsen -verwelken der Blumen, im Gegensatz zu den strengen und exakten geometrischen Formen der Blumenstrukturen..ach, naja, R.Steiner kann das alles viel besser in den Kosmischen Imaginatinen formulieren....
;-))))

31. Dezember 2008

Grüsse von RED aus dem "Weihnachtsstall"

Für die Feiertage hatte ich mich schweren Herzens dazu entschossen, RED zu Bekannten in "Ferien" zu bringen, da ich ein paar Tage nicht permanent zu Fütterungszeiten zu Hause sein konnte.
Es ist ein Privatstall, ohne grossen Luxus, frei in der Natur, wo ein Generator den Strom liefert und das Wasser noch in Eimern gereicht wird. Die Pferde sind dort richtig in der Natur eingebettet, leben den Tag-Nacht Ruythmus (keine künsliche Beleuchtung) , stehen nicht 24/24 Stunden in einem durch Gitterstäbe eingezäunten Gefängnis (= 4 meter mal 4 meter Boxen). Sie sind nicht nervös und haben keine "Tics" sie sind nur PFERD.
Gut. Red war früher schon mal dort, im Sommer.
Jetzt war es Winter, und grade um den 26. Dezember, als er weg musste, hatte die Kälte angefangen. Minusgrade auch nachts. Eisiger scharfer Nord-Ostwind, permanent wehend....
Ich hatte erfahren dass keine Holzbox frei war, nur der Stall in dem er im Sommer schon gewesen war. Es ist ein offener Stall im wahrsten Sinne des Wortes. Grob zusammengezimmerte Bretter, ein Dach , ein kleiner Auslauf dabei, damit der Eindruck des Auslaufes auf die Weide nicht verloren ging.
Wir machten uns also auf den Weg. die Fahrt duaert +/- 1/2 Stunde, und Red ist Transporte gewöhnt. Kein Problem also. Aber, beim Ausladen stellten wir fest, dass er vollkommen nassgeschwitzt war, unruhig und vor Aufregung zitternd. - - -
Meingott! was für Vorzeichen! (Sonja meinte halb scherzend, dass RED vielleicht gemeint hätte, wir würden ihn ins Schlachthaus bringen) Mir fiel das Herz in die Stiefel. Zuerst drehte ich 3/4 Stunden mit ihm Runden zun Fuss, liess ihn grasen. ER musste trocken werden.
Der Wind blies durch und durch, ich hatte eisige Finger durch die Handschuhe durch, mir wurde auch kalt im Rücken.
Dann führte ich RED in seinen "STALL", wo wenigstens "ein gutes Büschel Heu" auf ihn wartete. Gleichzeiteig hatten wir eine "MASCH" vorbereitet, = warmes Futter, so ähnlich wie bei uns Grützebrei. Das schlabberte er dann eifrig in sich hinein, und je leerer sein Trog wurde desto wärmer wurde es mir....Kurz und gut, ich nahm Abschschied ein wenig mit schlechtem Gewissen...


Nun, täglich bekam ich die Nachricht, dass er noch leben würde und nicht erfroren sei....und dass es ihm eigentlich sehr gut ginge....Ich habe ein paar Bilder bekommen. Er hat Gesellschaft von anderen Pferden, und sieht nicht "leidend" aus...eher vielleicht "sinnend" ....an andere Zeiten und Orte... aber, bei Tieren weiss man das ja nicht so genau. Am 3. Januar darf er wieder "heim".

31. August 2008

Nur so ...mal eben aufnotiert

Gedanken –Fäden -Spinneweben Sommer-Wende Wende morgens, draussen, beim Wäsche-Aufhängen . Eine banale alltägliche persönliche Routine-Beschäftugung. Ich denke nicht, dass Männer dies tun. Sie tun eben andere Dinge. Vielleicht ganz anders. Schon alleine die Bewegung als interessante Beobachtung:
-bücken nach dem Wäschekorb, rausnehmen eines Wäschestückes-hochheben bis zur Leine, Wäscheklammern befestigen, -und wieder runter zum Wäschekorb-
Dabei geht der Blick unvermeidlich nach oben , vorbei an den Fingern die die Wäscheklammern befestigen, zum Himmel. Dann bückt man sich wieder nach unten, um ein neuse Wäschestück zu nehmen, es nach oben zu heben, zu befestegen, (eben innezuhalten) um wieder die Bewegung nach abwärts zu machen...
Ein kleines Stückchen Jahreslauf im kleinen...am täglichen Leben ?
nicht dass man genau hinschaut, es kommt ein Eindruck von OBEN.
Etwas Neues ist da. Ist wieder da. Herbst. Man spürt es durch den Wind,der anders anpackt, das Blau des Himmels, er ist „weiter weg und kühler..
Es ist wie ein kurzes Innehlaten , ein kurzer Stillstand, dann geht die Bewegung wieder abwärts, -um wieder aufwärts zu gehen.

4. Juni 2008

Zwischendurch und Mittendrin..Kirmes und Anthroposophie

So war es angekündigt:
30. Mai 2008 in Antwerpen:
Vortrag von S. Prokofieff :

Thema: "Das Mysterium von Golgatha und das Wesen der Geistigen Kommunion"
Ort: Wereldcultuurcenturm Zuiderpershuis
Timmerwerfstraat 40 Antwerpen

Der Vortrag wird in Deutscher Sprache gehalten und ins flämische und französische übersetzt.
Schön!

Einige Verdeutlichungen zum Ort des Vortrags: Das Zuiderpershuis,liegt nah an den "KAAIEN" also dicht am Ufer und Hafen der Schelde. Das Zuiderpershuis ist ein hydraulisches Kraftwerk aus dem neunzehnten Jahrhundert, 1883 von E. Diltiens entworfen. Diese Kraft-Zentrale war mit 159 Kränen versehen, 6 Schleusentüren, 3 Drehbrücken, 3 Abwasserschleusen und noch einigem mehr. Der in den Türmen erzeugte Wasserdruck trieb Schleusentore, Kräne und Zugbrücken an den inzwischen zugeschütteten Süddocks an, aber auch noch weiter entfernte Anlagen. Dies diente als Schutz vor Hochwasser und Springfluten, von der Schelde her kommend.

Heutzutage ist das Zuiderpershuis ist eine Art Kulturzentrum ganz im Süden der Antwerpener Innenstadt. Genau davor liegt der "VLAAMSE KAAI " ein riesengrosser rechteckiger Paltz, der früher als Stapelort der Schiffsgüter verwendet wurde. Auf der einen Seite heisst die Durchgangsstrasse "de waalse kaai" , auf der anderen Seite heisst sie "vlaamse kaai".

Rund um diezen Platz gibt es viele nette Restaurants und Cafés. Hier treffen sich auch belgische Ausländer und kulturell Interessierte auf einen Kaffee oder kleinen IMBISS (bei FARINA z.b.) Öfters finden im zuiderpershuis wunderbare, kleine, kulturelle Veranstaltungen aller Art statt wie zum Beispiel eine mehrstündige Aufführung von traditionellem indischem Tanz und vielem vielem anderen. (s. unten: schematische Darstellung der Gebäude heutzutage, mit vielen Sälen , Café und Ausstellungsräumen...) Nun fiel die Zeit des Vortrags grade mit dem alljährlichen Evenement der "SINKSEFOOR"

( Pfingstkirmes) zusammen, die fast einen Monat dauert und eine Art Riesen- Kirmes mit allen nur erdenklichen Attreaktionen auf diesem Platz stattfindet!!
Es gab demzufolge viel Trubel, Musik, Gehupe, Stau, es roch nach Hot-Dogs, Fritten,zuckrigen Bonbons, eine kunterbunt gemischte Menschenmenge drängte sich überall durch, Parkplatz war nirgens mehr zu finden. Genau gegenüber des Eingangs und auch vom Saal aus sichtbar stand u.A. eine Geisterbahn;---ah.. aha.. .ah...aus der in regelmässigen Abständen ein Geist heruaskam und schauerlich 'huhu-u-u-u-te heulte..( lauter als bei Amelie Poulain) und dazu hämisch lachte..

Der Saal, in dem der Vortrag stattfand, war der Textilkunst aus NIGER ("WAX-PRINTS" -Stoffe , in Knüpftechnik oder Schablonendruck hergestellte indigofarbene Stoffe ) geweiht.
An den Wänden hingen Entwürfe für Kleider und Knüpf-Muster. Sehr dekorativ!
Die Fensterseite gab die Sicht auf die Geisterbahn und die Kirmes frei... die Aussenwelt drang in den Saal ein!...

Der Saal füllte sich, -ein gutes Zeichen. Man konnte einigen Besuchern ansehen, dass ihnen diese Umgebung ein wenig ungewohnt vorkam, leicht befremdete Blicke in die Runde, Stirnrunzeln, ( unausgesprochene Frage:-'Vortrag über Mysterium von Golgotha...hier, in so einer Umbebung'..??? (man musste sich ja schliesslich erst durch den Kirmesrummel, dann durch ein animiertes Foyer über eine Wendeltreppe nach "oben zum Saal.....(es roch gut nachf rischem Café , aber auch nach anderen Getränken und knackigen Salaten, Grillfleisch...Knoblauch) Dann wurde alles heimeliger: Man erkannte Gesichter und Personen, am Saaleingang lagen anthroposophische Bücher aus, "man kannte sich..traf diesen oder jenen Bekannten...der Anblick eines Rednerpultes beruhigte vollkommen. Die Besucher fanden schnell ihre "Sitzgruppen": die "allgemeine Ecke", (diejenigen die keine Übersetzung brauchten) die deutschsprachige Ecke (mit Übersetzung ins flämische)und die französische Ecke (mit Überzetzung ins französische).
Der Vortrag konnte beginnen. Kaum waren die Begrüssungsworte verklungen und Prokoffieff das Thema angeschnitten hatte, so war es auch schon so als wenn ein aderer Strom den Raum ergriffen hätte; der Lärm und das Getöse von draussen waren wie ausgewischt. Prokoffieff sprach jedesmal wenige in kurzen Satzabschnitten: man wartete die Übersetzungen in die anderen Sprachen ab und tauchte wieder ins Thema ein. Absatz nach Absatz. Sprachbild nach Sprachbild. Die Übersetzungzpausen konnten auch zum Nachsinnen des Gesagten dienen, und diejenigen die alle Sprachen verstanden konnten bei den jeweiligen Überseztungen nochmal das Gesagte der anderen Sprache in sich aufnehmen, was eine Bereicherung bedeutet!! Es wurde intens und man merkte die grosse Konzentration aller... Der Bogen spannte sich , das Thema wurde breit und dann wieder zur Essenz geführt..und zum Ausklang geführt. Die anderthalb Stunde war im Nu vergangen. Grosser und langer Applaus. Auch viel Applaus für die enorme und gute Arbeit der Übersetzer! Prima Arbeit! S. Prokoffief hatte nicht viel Zeit, noch am selben Abend musste er nach Holland, dort gab es am fogenden Tag einen anderen Vortrag..in einer total andern Umgebung, nehme ich an.... Es blieben hinterher einige Gruppen und Grüppchen zusammen und besprachen des Gehörte. die Aussenwelt drang langsam in den Saal...Man hörte von draussen eine Art dumpfes Getöse, ' der GEIST "huhu-u-u-u-te".. wieder....aber das war jetz sooo-sehr zweitrangig --- dies alles fand keine Beachtung mehr!
Mich hat diese Art, an einem total "(anthroposophisch) weltfremden Ort einen Vortrag über ein so anspruchsvolles Thema zu besuchen, beeindruckt. ( ich glaube, mit diesem Eindruck nicht alleine gewesen zu sein ).
Natürlich hat der Redner auch das Seine dazu beigetragen.
Man sollte öfter an Orte gehen, die 'furchtbar' anmuten!
@Cornelius, falls er das liest..ich zitiere Deinen Leitsatz: "gehe an Orte die Du fürchtest"...(oder so ähnlich) ("Pema Chödrön" "Geh an die Orte, die du fürchtest." Buddhas Weg zu Furchtlosigkeit in schwierigen Zeiten.)
Beim Nach-hause-gehen" "bemerkte" ich diese Kirmes gar nicht mehr....

3. Januar 2008

Die “12” heiligen “Nächte” oder "Rauhnächte (03.01.08 - 5.01.08)

3. Januar
Erster Kontrakt mit der Aussenwelt: KALTE LUFT, scharfer Wind aus veränderlichen Richtungen, meist aus Süd-Ost. Es hat gefroren, (mittelmässig, jedenfalls muss ich wieder mit einem Eimer Wasser zum Stall) aber ohne Rauhreif.

Der Himmel hat eine hohe, durchbrochene Wolkendecke, in fast undefinierbaren Grautönen. Dort, wo die Wolken aufgesissen sind, schaut ein stahlblauer bis dunkeltürkiefarbiger Himmel hervor. Keine Sterne, kein Mond sichtbar. Der östliche Horizont ist fahlgelb "morgenrötlich" getönt. Keine Raben oder andere Vögel unterwegs.



4. Januar
Erster Eindruck; es ist gar nicht so kalt, kein scharfer Wind mehr, kein Eisregen...
Zweiter Eindruck: "wieder diese verhangene, zugezogene Wolkendecke"...Dann sehe ich im Osten ein interessantes Bild; als objemand die "Wolkendecken" eben mal grob auseinandergerissen hat, was die darunterliegenden Farben kräftig und deutlich hervorschauen lässt. Leichter Wind. Etwas lenkt meine Aufmerksamkeit ab: (mir wird es grade bewusst) zum ersten Mal der Ruf der Amseln, die auf dem Geäst hin und her hüpfen. Der leichte Wind spielt mit dem Flug der Raben; es entstehen bewegte, fast eurythmische Formen.


5. Januar
Als Empfang: ein paar frische kräftige Windböen aus dem Westen. Kein roter Schimmer am Horizont, die dunkle
, grau-blau melierte Wolkendecke zerzupft, die Risse ergeben einen Einblick in hellere Zonen, mir bizarren Formen. Keine Vögel am Himmel, obwohl es im Gestrüpp raschelt und zwitschert.

2. Januar 2008

Die “12” heiligen “Nächte” oder "Rauhnächte“(31.12 - 02.01.08)

31. Dezember
Hohe dicke Wolkendecke, hell-bis dunkelgrau meliert.
So kompakt wie ein zugezogener Vorhang.
Es sieht kühler aus als das es in Wirklichkeit ist.
Fast windstill, hier und da ein kleiner Hauch, mal von hier, mal von da.
Im Osten ein diskreter roter Schein , dicht an der Horizontlinie.
Stimmung,: abwartend.

1. Januar.
Das este, was auffällt, ist die STILLE, also ob man in einen schalldichten Raum eingetreten ist. Dazu der Blick auf die vernebelte Morgenlandschaft, d. h. die Landschaft schaut hihnter den verschiedenen Nebelkulisssen hervor, bruchstückweise, silhouettenhaft , es herrscsht Tal-Boden-und Hochnebel..eine seltene Kombination für's Flachland!
Man wird an japanische Malereien erinnert.
In dieser Stille sind erstaunlich viele Vogelarten "unterwegs": die kleinen Zaunkönige, Rotkehlchen Meisen sitzen auf den tiefen Ästen und picken lautlos im Bodengestrüpp, im Vordergrund , zwischen den verschiedenen Nebelschleiern fliegen Amseln lautlos hoch und nieder , gleiten Elstern und Raben lautlos vorbei. Windstill; nicht sehr kalt.

2. Januar
Der Himmel erstaunlicherweise (trotz etwas Verspätung) noch fas total dunkel, die abnehmende Mondsichel schön zu sehen, ein perfektes "dégradé" der Farben.


Mars im Westen gut sichtbar; Saturn im Süden fast nicht erkennbar.

Einige helle Kondensstreifen, hoch am Himmel, rot gefärbt...wahrscheinlich die Trans-Kontinental-Fluglinie Amerika - Asien...
Es hat über Nacht leicht gefroren. Grasspitzen sind voll Rauhreif, die Erde hart.

28. Dezember 2007

Die “12” heiligen “Nächte” oder "Rauhnächte“


Mit der ersten Weihnachtsnacht hat die Zeit der “12 heiligen-" oder "Rauhnächte" begonnen.

Alten Überlieferungen zufolge kommt in dieser mystischen Zeit auch unseren Träumen eine besondere Bedeutung zu.

Gut so, aber ich möchte einfach die Impressionen des frühen Morgenhimmels wiedergeben, so wie ich ihn erlebe, grade beim Übergang von Nacht zu Tag….

Jeden Morgen muss ich früh “raus” d.h. grade dann wenn es “TAG” wird, wenn der Übergang von der NACHT zum TAG stattfindet.

ÜBERGANG… wo ist der Übergang?
Ist der Horizont der Übergang?

Ist der Horizont dort wo sich in meinem Blickfeld die Erden- und die Himmels-Linie treffen?
-----------------------
--------------------
Mein netter kleiner praktischer Fotoapparat hat den Geist aufgegeben.

So notiere ich wörtlich die gesehenen und erlebten Morgenimpressionen,
Der Tag wird meist anders als man aus den “Übergängen” schliessen könnte.
Nach dem Datum schreibe ich den allerersten spontanen Eindruck in einem oder 2 Worten.

25. Dezember früh:
Klarer Himmel Bewegte Luft
Verblassender Vollmond im Westen
Mars blass orange leuchtend untergehend im Südwesten
Tief am Horizont flammende Wolkenfetzen schleiernd von Pfirsichblüt; bis Dunkel-Karminrot und Türkies-bis Dunkelgrau.
Erwartungsvoll.

26. Dezember früh:
Grau.- unbeweglich
Fahles Licht - bedeckter Himmel - tiefe Schleierwolken grau meliert, zerrupft
Wenig Wind

27. Dezember

Beweglich, dynamisch “theatralisch”

Himmel hellgrau Aufgelockert am Horizont mit kompakten Schleiern, teils in vielen Nuancen von hellgrau bis tief dunkelblaugrau, vermischt mit intensen roten feinen Bändern.
Aktiv.

Vielleicht kann der Leser aus eignere Erfahrung diese Wortbilder
" sehen".


Wird fortgesetzt...

6. August 2007

Hopper's Geschichten-4- New York Movie


· Marija Pilicic: Ein langweiliger Abend

Catherine O'Neill stand in ihrer Uniform im Aufgangsportal des Kinos. Sie war Studentin für Schauspiel und Gesang und verdiente sich nebenbei ein wenig Geld als "Empfangsdame" im Pariser "US-Palace". Ihr großer Wunsch war es, einmal berühmt zu werden und sie bewunderte die großen Leinwandstars von früher. An diesem Tag lief wieder so ein alter Schwarz-Weiss-Film, aber es waren kaum Besucher da, Catherine seufzte und lehnte sich in Träumereien versunken an einen Tisch, der hinter ihr stand. Sie würde alles drum geben, ein ebenso unvergeßlicher Star zu werden. Als sie in ihrem Traum gerade bei der Verleihung eines "Oscars" angekommen war, klopfte es an der Tür. Catherine runzelte ärgerlich die Stirn.
Mißnutig darüber, daß man sie aus ihrem schönen Traum geholt hatte, richtete sie sich auf. "Immer diese Zuspätkommer", dachte sie. Sie öffnete die Tür und vor ihr stand eine kleine alte Frau, die am Stock ging. Sie hatte ein Gesicht voller Runzeln und Falten und schneeweißes Haar.

" Hm, ich habe gehört, daß heute ein alter Schwarz-Weiss-Film läuft, hm, ist das richtig?"

"Ja sicher. Gehen sie doch bitte hinein."
Catherine zeigte der alten Damen den Weg. Dann ging sie wieder an ihren Platz zurück und fiel in erneute Tagträume.
" Entschuldigung", hörte sie plötzlich eine Stimme neben sich,
" darf ich mich setzen?"
Die alte Frau stand vor ihr. "Die schon wieder", dachte Catherine und deutete auf zwei Stühle neben sich: " Bitte." Die Frau setzte sich und seufzte.
" Wissen sie", begann die alte Frau, "ich habe die Hauptrolle in diesem Film da gespielt, ich bin Belinda Evignon." ...
Sie zeigte auf die Leinwand. " Ich lebe jetzt in einem Altersheim" , fügte sie hinzu, " und bin schwer krank und heshalb dachte ich," sie schluchzte, " ich komme sozusagen noch ein letztes Mal und sehe mir an, wie ich einmal vor langer Zeit gespielt und ausgesehen habe."
Die alte Dame blickte auf ihre Schuhe und erhob sich mühselig. " Na, ich will sie nicht länger aufhalten. Auf Wiedersehen."
" Wiedersehen..."
stammelte Catherine und sah der merkwürdigen alten Dame nach, die gerade den Raum verließ. Sie konnte es einfach nicht glauben. Das sollte die bekannte, tolle Belinde Evingnon gewesen sein? Einige Wochen später brach Catherine ihr Schauspielstudium ab.

.....

30. Juli 2007

Geschichten hinter den Bildern

Geschichten hinter den Bildern
Edward Hoppers Gemälde als Anlass und Ausgangspunkt für Kurzfilme


Wie sagte Ulrich Wickert: "Es wird ein Vorhang weggezogen, es erscheint einen Augenblick eine Szene, es ist fast ein Szenenfoto, und dann wird der Vorhang wieder zugezogen. Das ist das Schöne an den Bildern, Sie können sich nämlich die Geschichte selber ausdenken."

Damit ist eigentlich eine Grundfrage angesprochen, die uns heute durchgehend beschäftigen wird: Das Verhältnis der Gemälde zu den aus ihnen hervorgegangenen Filmen und ihren Geschichten unter dem Aspekt der gegenseitigen Erklärung oder des Erklärungsbedarfs.
Erklärt ein Gemälde Hoppers die Welt - und ist in diesem Sinne "wahrer" als die anekdotischen tagesaktuellen Bilder?
Oder ist es vielmehr so, dass erst ein Film, der die "dahinter liegende" Geschichte zeigt, das Bild erklärt und verstehbar macht, und verstehbar auf welchem Niveau?
Wir kommen mehrfach auf diese Fragen zurück, festzustellen ist zunächst, dass es eine auffällige Häufung von Filmen gibt, die Hoppers Bilder quasi als Stills oder Storyboards betrachten und eine davor, danach oder dahinterliegende Geschichte zu erzählen versuchen. Von Hoppers Bildern scheint mehr als bei anderen Malern geradezu eine Provokation auszugehen, sie weiterzuerzählen. Ein Anreiz, dem schwer zu entgehen ist.
Das zeigt sich schon in der Literatur, in der Kunsthistoriker immer wieder zu Erzählern werden, wenn sie Hoppers Bilder analysieren. So, nur als Beispiel von vielen, etwa Eva Schmidt über Nighthawks: "Die beiden Männer tragen Hüte, der Barkeeper hat eine weiße Schiffchenmütze auf dem Kopf. Die Gäste trinken Kaffee - soweit das Sichtbare - und jetzt: Sie haben nicht den ganzen Abend in der Bar verbracht. Der Mann und die Frau waren vorher vielleicht auf einer Veranstaltung, dann in einem Speiselokal. Der andere Mann im Kino, in einem Nachtclub. Vielleicht ist er aber auch nur stundenlang in einem Zimmer gesessen. Der Barkeeper hat seinen Dienst früh am Abend begonnen. Bald wir er ihn beenden. Die Gäste werden aufbrechen." usw.
Nur logisch, dass ein Dokumentarfilmer wie Wolfgang Hastert in seiner "Straße der Nachtvögel" ebenfalls und erst recht diese Methode benutzt, um - ja wozu eigentlich? Schauen wir noch einmal in eine Sequenz aus seinem gestern gezeigten Film
.
Videoprobleme?????
geht dieser link? dauert +/- 8 minuten musik von benny goodman




oder dieser link? er ist kürzer




Zugespitzt und zusammengefasst ergibt sich ein merkwürdiges Paradoxon:
Indem die hier gezeigten Filme Hoppers Bilder - wie immer gesagt wird - als Stills auffassen und sich von einer ganzen Reihe der Hopperschen Bildelemente provozieren lassen und sie zu überwinden versuchen, führen sie gerade die stilistischen Merkmale des Malers ad absurdum, die ihn am meisten auszeichnen:
- die bewegungslose, wartende Ruhe der dargestellten Menschen- die Anonymität und Starrheit ihrer Gesichter- das sich nicht Begegnen der Menschen- das Blicken ins Nichts oder in die Unendlichkeit- die kontemplative Betrachtung der Welt- und damit das Übergeschichtliche, Allgemeingültige, Existentielle seiner Inhalte.

Edward Hopper hat lange an jedem seiner Bilder gearbeitet, teilweise entstanden nicht mehr als zwei Gemälde pro Jahr. Mit vielen Vorstudien hat er die Kompositionen ausprobiert, und es scheint, dass es ihm dabei vor allem darum ging, das Anekdotische, die Bindung an Geschichten und damit auch das Angebot vorschnellen Erklärens aus den Bildern hinauszuarbeiten. Er hat z.B. nachweislich ursprünglich geplante Figuren aus Bildern entfernt.
Indem die Filme nun etwas nacherzählen, verraten sie eigentlich die Intention des Malers, und sie ziehen sein Werk auf ein Niveau des Narrativen, das ihnen selbst vielleicht nicht bekommt. Denn - und das zu untersuchen wäre jetzt der nächste Schritt, den ich allerdings heute nicht mehr gehen werde - ihre ästhetische Qualität liegt zu einem guten Teil auch jenseits von Hopper. Ebenso wenig wie man die Bilder Hoppers mit den Filmen erklären kann, lassen sich die Filme ausschließlich auf seine Bilder zurückführen.
PS/
es gibt noch einige Geschichten zu verschiedenen Bildern, sagt mir bitte, liebe Blogleser, ob ihr schon die Nase voll von Hopper habt oder ob ich noch weitere "Geschichten " posten "darf"....

29. Juli 2007

Hopper's Geschichten-2-


Sabine Becker: Ein Tag wie jeder andere -Gas-


Heute war ein Tag wie immer, ruhig, nur wenige Autos kamen noch an der alten Tankstelle vorbei. Ben wollte gerade schließen, als er das Geräusch eines Motors hörte. Sollte da ein Auto um diese Zeit noch nach Derrington unterwegs sein? Seitdem der alte Christopher dort tot aufgefunden worden war, traute sich niemand mehr dorthin. Angeblich sollten da die Geister der Toten sich für ihren letzten Kampf vor nunmehr fast einhundert Jahren rächen. Die Leute erzählten immer noch von diesem Fluch, daß für jeden toten Indianer ein Weißer sterben müsse. Das Motorengeräusch kam näher und näher und schließlich sah er einen Chevrolet, der langsam die Straße entlangfuhr. Als der Wagen näher kam, konnte Ben zwei junge Männer und ein Mädchen erkennen. Langsam fuhr das Auto an die Zapfsäule, und der Fahrer stieg aus. "Einmal volltanken", rief er Ben zu. Er war 20, höchstens 22 Jahre alt. Nach einiger Zeit faßte Ben sich ein Herz und fragte die jungen Leute, was sie denn in so einer verlassenen Gegend und um diese Uhrzeit suchten. "Derrington", sagte der Fahrer und lachte. Nun lehnte sich der zweite Mann aus dem Fenster und sagte, sie hätten keine Angst vor Geistern. "Mensch Opa, nun mach dir mal nicht gleich ins Hemd. Wir werden den Geistern einen gehörigen Schrekken einjagen, da sei mal sicher". Der Fahrer zahlte, stieg in sein Auto und brauste davon in den Wald von Derrington. Mitten in der Nacht wachte Ben auf und ging in die Küche, um etwas zu trinken. Als er wieder nach oben gehen wollte, hörte er wieder das Motorengeräusch. Ben zog sich seine Jacke über und ging vor die Tür. Nach wenigen Sekunden sah er im Licht des Vollmondes den roten Chevrolet aus dem Wald und an ihm vorbei zurückrasen. Vielleicht hatte er sich ja auch geirrt, aber hatte er da eben nicht nur zwei Personen im Auto sitzen sehen?

wird fortgesetzt...

26. Juli 2007

Hopper's (grüne) Geschichten -1-

Melanie Becker: Heimatglück
Edward Hopper: Cape_Cod Story sunlight

"Ich kann noch garnicht glauben, daß das hier alles uns gehört, Henry. Sieh doch nur, die schöne Aussicht auf das Grundstück."

"Ja, Du hast wirklich Recht, einen idyllischeren Ort kann ich mir im Moment auch nicht vorstellen. Es war wirklich zuvorkommend von den Besitzern, uns dieses Haus zu überlassen. Preiswerter hätten wir es garnicht haben können, denn so ein Haus auf dem Land wird heutzutage hoch gehandelt."

"Ich bin auch froh, daß alles so glatt über die Bühne ging, und die Vorbesitzer keine Probleme gemacht haben, was die Übernahme anbetrifft."

" Noch nicht einmal neue Möbel müssen wir uns kaufen, oder Geschirr und Töpfe, alles ist hier und das, ohne einen Pfennig dazubezahlt zu haben."


" Es war wirklich ein nettes Ehepaar, doch sie waren halt doch schon ziemlich alt und hätten sich sowieso nicht mehr um diesen herrlichen Garten kümmern können. Dabei fällt mir ein: Der Rasen könnte mal wieder gemäht werden. Weißt du zufällig, wo der Rasenmäher ist?"

"Nein, das weiß ich auch nicht, aber es ist jetzt auch zu spät, die beiden zu fragen. Das hättest du dir eher überlegen sollen. Aber ich kann immer noch die Sense nehmen. Ich muß nur noch das Blut abwaschen."

die Serie wird fortgesetzt...