... mal zwischendurch, da für den BLogbeitrag des "ORIGINALS" einige Bilder verlorengegangen sind.... (Gedankenfetzen eines 48 Stunden -Trips)
Der Zander ist in aller Munde; ob er nun durch den anthroposofisch-Theosophischen Luftschloss-Blätterwald rauscht, im Buchhandel rechteckig in den Regalen steht, in der RSL so lange durchgekaut wird bis nur noch ein undefinierbarer Speisebrei übrig bleibt...(igitt)...Der Zufall kam in Form einer kurzen 48-Stunden-Fahrt ins Blaue(eher GRÜNE) grade richtig!Es ging an die Mosel:
Graach, bei Bernkastel! Ein Kurzbesuch in eine Weinkellerei! Noch nie war ich dort gewesen, jeder Belgier(Flame) geht dort regelmässig hin um zu radeln wandern, Wein zu trinken und "mal weg gewesen zu sein". Schon am ersten Abend traf ich "ihn" wieder, wo ich ihn doch grade vergessen wollte, dazu noch auf dauf der Speisekarte:
DEN ZANDER! Aus der MOSEL!
Es gibt Gewässer, die zwar selten in den Schlagzeilen der Angelpresse auftauchen, aber dennoch ein beachtliches Räuber-Potential bieten. Die Mosel gehört dazu, Der Strom entspringt in Frankreich, in den Vogesen, ist 545 km lang, wovon 344 km schiffbar sind. Am Deutschen Eck, in Koblenz, mündet der Fluss in den Rhein. Bekannt ist die Mosel vor allem durch ihren Wein, den Moselriesling. Aber nicht nur dem Weinkenner bietet sie einiges, auch der Angler kommt voll auf seine Kosten.Bis zum Jahr 1961 war die Mosel ( Karte ) naturbelassen. Döbel, Barben und Nasen zählten zu den Hauptfischen; in den zahlreichen Altarmen tummelten sich Karpfen, Barsche und Hechte, welche damals noch auf vom Hochwasser überschwemmten Wiesen ihr Laichgeschäft verrichten konnten. Auch Lachse und Meerforellen wurden zu jener Zeit noch erbeutet.Zwischen 1961 und 1964 wurde die Mosel kanalisiert, zur Schifffahrtsstrecke ausgebaut. Und die Schleusenkraftwerke dienen seither zur Elektrizitätsgewinnung. Mit der Kanalisierung änderten sich auch die Lebensbedingungen für die vorhandenen Fischarten. Kam einerseits den Karpfen und Brassen die gemäßigte Strömung und die stärkere Wassertrübung zugute, fühlten sich andererseits die Barben und Nasen nicht mehr so wohl. Die Kanalisierung besiegelte zudem das Ende des Hechtbestandes, da Esox die Laichmöglichkeiten genommen wurden. Auch die Salmoniden verabschiedeten sich, ihnen wurde der Aufstieg zu ihren Laichgründen verbaut, da die eingerichteten Fischtreppen bis heute nicht richtig funktionieren. Im Gegensatz zum Rhein oder der Elbe hat die Mosel keine Buhnen, in deren Kesseln man ruhige Stellen mit Gegenströmung vorfindet. Aussichtsreiche Plätze sind also nur durch intensives Beobachten der Strömungsverhältnisse zu finden. Gut fängt man aber generell ober- und unterhalb der Schleusen St. Aldegund, Enkirch, Zeltingen und Wintrich. Aber bitte beachten: Dort sind jeweils oberhalb 100 m und unterhalb 500 m Fischereischonbezirke.Wer hier erwischt wird, kann mit Geldbußen um 500 Mark rechnen!
(so sieht das Universum des Zanders aus)
Auch Aale bietet die Mosel. Jedoch hat, wie in den meisten Gewässern, der Bestand an Schleichern leider sehr nachgelassen. Die Aale haben nämlich das selbe Problem wie die Zander: Sie schmecken zu gut und bringen das meiste Geld. Bester Köder für den Ansitz auf die Schlängler ist der Tauwurm. Der wird mit einem recht schweren Grundblei dicht am Ufer angeboten. Auch kleine Köderfische oder Fetzenköder bringen Erfolg. Grundanglern empfehle ich Bleie von wenigstens 50 g, da durch die vorbei fahrenden Frachtschiffe teils eine starke Sogwirkung entsteht, die die Montage einfach vom Angelplatz wegreißt. Die Devise für ZANDER ist einfach :
Der Zander hat einen langgestreckten, spindelförmigen Körper. Die Rückenflosse ist, wie für Barschartige typisch, unterteilt in einen vorderen Teil mit Stachelstrahlen und einen völlig abgesetzten hinteren Teil mit Gliederstrahlen. Der Kopf ist zugespitzt, das Maul tief gespalten. Darin stehen ungleichmäßig die langen, spitzen Fangzähne neben kleinen Bürstenzähnen. Der vordere Rand des Kiemendeckels ist gezähnt. Der Körper trägt kleine Schuppen. Er ist auf dem Rücken grünlichgrau, gegen den Bauch hin silberweiß, oberseits streifig, braun gewölkt, auch dunkel gebändert, auf den Kopfseiten braun marmoriert und auf den Flossen schwärzlich gefleckt. Der Zander lebt als Raubfisch in langsam fließenden Flüssen, Seen und Haffen Europas. Er findet sich bei uns im Elbe-, Oder- und Donaugebiet und inzwischen durch Besatz auch im Rhein-, Mosel- und Wesergebiet. Er lebt in tieferen Wassern und wächst sehr schnell. Die mittlere Länge beträgt 40 - 50 Zentimeter. In seltenen Fällen wird er bis 1,50 m lang und erreicht dabei ein Gewicht von bis zu 19 kg. Er kann 10 bis 20 Jahre alt werden. Er ist ein wichtiger und wertvoller Speisefisch mit besonders festem, weißem Fleisch (grätenfreie Filets).
Mosel-Zander in Riesling-Sauce:
Zutaten:Zutaten für vier Personen: 4 Zanderfilets, 0,4 l Rieslingwein (mild), 0,4 l Sahne, 100 g Butter, einige Blätter Sauerampfer Weinempfehlung: Riesling Kabinett, trocken4 Zanderfilets von der Haut lösen und halbieren. Mit 0,4 l Rieslingwein (mild) in der Pfanne 5 Min. von jeder Seite ziehen lassen. 0,4 l Sahne zugeben und auf 2/3 reduzieren lassen. Zander auf vorgewärmtem Teller anrichten. Mit 100 g Butter die Soße verfeinern, nicht mehr kochen lassen. Mit Salz abschmecken. Sauerampfer in Streifen schneiden und unterrühren. Anschließend zum Zander servieren. Dazu empfehlen wir Salzkartoffeln und Salat. (Die Rezepte wurden uns von den Landfrauen Cochem-Zell zur Verfügung gestellt! , wie nett!)Ist das des Zanders Ende?
NEIN! NEIN ! ER wird noch viel von sich hören , sehen und lesen lassen!Er schwimmt weiter in Buchhandlungen, rauscht in anthoposophisch-theopsophischen - Luftschloss-Blätterwäldern, gärt in den MÄGEN der RSL-Wiederkäuer ... und was gut verdaut wieder zur Erde fällt, wird Humus für Zukünftiges....
nichts für ungut!
Guten Appetit!
Der Wein war übrigends aus-ge-zeichnet!!