5. Januar 2008

Dreikönige,Epiphanias, Dreikönigstag, C+M+B

So hört es auf - das Ende der Rauhnächte.


Als letzte Beobachtung des Morgenhimmels konnte man sich nichts schöneres vorstellen: es war ein tiefblauer, wolkenloser Sternenhimmel, alle Gestirne funkelten geheimnisvoll, der Horizont wurde nur langsam schwach rötlich gefärbt, dann verblassten die Sterne, nur VENUS im Südosten, MARS im Westen und Saturn im Süden erloschen langsamer und gaben den neuen TAG frei: den Dreikönigstag.

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Zum Ende der Rauhnächte gilt der 5. Januar als "Perchtenabend". Dieser Tag wird in manchen Gegenden mit Maskenumzügen

begangen, den "Perchtenläufen", die aus heidnischer Tradition stammen. Die christliche Tradition ersetzte dies durch Beweihräucherung oder Weihwasserbesprengung, um die Erde zum Leben zu erwecken und sie fruchtbar und ertragreich zu erleben. Die Meinung, das Heiligendreikönigswasser sei hochgeweiht, stammt daher, daß es in manchen Bistümern mit einem hochkirchlichen, fast eine Stunde dauernden Ritus geweiht wurde, welcher aus der morgenländischen Kirche, die am Feste der Erscheinung vornehmlich den Tauftag Christi feierte, in die abendländische Kirche eingedrungen war, aber 1725 und 1892 von Rom verboten wurde. Den lärmenden Perchtenläufen setzte das Christentum im Mittelalter auch die Dreikönigsaufzüge entgegen, in neuerer Zeit kam das Dreikönigssingen hinzu .

Bid: Eeke Bodegom



Mit dem Begriff Heilige Drei Könige bezeichnet die katholische Tradition die bei Matthäus erwähnten Weisen aus dem Morgenland. Im Neuen Testament steht weder, dass sie drei an der Zahl noch dass sie Könige gewesen seien. Letzteres ist aber nicht auszuschließen, da der Titel „König“ im Römischen Reich eine weitaus geringere Bedeutung hatte als im Mittelalter.

AUTUN: L'Ange et le sommeil des Rois MagesDenn schon Tertullian, der römische Kirchenschriftsteller und Schöpfer der lateinischen Kirchensprache, hatte Anfang des 3. Jahrhunderts von ihnen gesagt, sie seien fast wie Könige aufgetreten. Die Legenda Aurea deutet sie als Sterndeuter, Philosophen und Zauberer.



AUTUN, Adoration des Rois Mages

Die Kirchen der Reformation halten sich an den Wortlaut der Bibel und sprechen deshalb von den „Weisen aus dem Morgenland“ gemäß Mt 2 LUT. Die evangelische Bezeichnung für den 6. Januar ist „Epiphanias“ (wörtlich „Erscheinung“), „Fest der Erscheinung Christi“.
Dabei wird die Geschichte von den Weisen aus dem Morgenland als Evangelium in den evangelischen Gottesdiensten gelesen und/oder ausgelegt.

Im Bereich der schwäbisch-alemannischen Fasnet beginnt traditionell am Dreikönigstag die Fasnacht mit verschiedenen Bräuchen.


Für den Dreikönigstag gelten Wetterregeln:


„Dreikönigsabend hell und klar, verspricht ein gutes Weinjahr.“


„Ist bis Dreikönig kein Winter, folgt keiner dahinter.“

Dreikönigskuchen

In manchen Ländern gibt es auch den Brauch des Dreikönigskuchens, einem Hefegebäck in Form einer Krone.

In Belgien ist in dem Kuchen,genannt; "Le Gateau des ROIS" eine Bohne (fève) versteckt, der der sie in seinem Stück widerefindet, darf die Krone aufsetzen und ist "KÖNIG".

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