4. Juni 2008

Zwischendurch und Mittendrin..Kirmes und Anthroposophie

So war es angekündigt:
30. Mai 2008 in Antwerpen:
Vortrag von S. Prokofieff :

Thema: "Das Mysterium von Golgatha und das Wesen der Geistigen Kommunion"
Ort: Wereldcultuurcenturm Zuiderpershuis
Timmerwerfstraat 40 Antwerpen

Der Vortrag wird in Deutscher Sprache gehalten und ins flämische und französische übersetzt.
Schön!

Einige Verdeutlichungen zum Ort des Vortrags: Das Zuiderpershuis,liegt nah an den "KAAIEN" also dicht am Ufer und Hafen der Schelde. Das Zuiderpershuis ist ein hydraulisches Kraftwerk aus dem neunzehnten Jahrhundert, 1883 von E. Diltiens entworfen. Diese Kraft-Zentrale war mit 159 Kränen versehen, 6 Schleusentüren, 3 Drehbrücken, 3 Abwasserschleusen und noch einigem mehr. Der in den Türmen erzeugte Wasserdruck trieb Schleusentore, Kräne und Zugbrücken an den inzwischen zugeschütteten Süddocks an, aber auch noch weiter entfernte Anlagen. Dies diente als Schutz vor Hochwasser und Springfluten, von der Schelde her kommend.

Heutzutage ist das Zuiderpershuis ist eine Art Kulturzentrum ganz im Süden der Antwerpener Innenstadt. Genau davor liegt der "VLAAMSE KAAI " ein riesengrosser rechteckiger Paltz, der früher als Stapelort der Schiffsgüter verwendet wurde. Auf der einen Seite heisst die Durchgangsstrasse "de waalse kaai" , auf der anderen Seite heisst sie "vlaamse kaai".

Rund um diezen Platz gibt es viele nette Restaurants und Cafés. Hier treffen sich auch belgische Ausländer und kulturell Interessierte auf einen Kaffee oder kleinen IMBISS (bei FARINA z.b.) Öfters finden im zuiderpershuis wunderbare, kleine, kulturelle Veranstaltungen aller Art statt wie zum Beispiel eine mehrstündige Aufführung von traditionellem indischem Tanz und vielem vielem anderen. (s. unten: schematische Darstellung der Gebäude heutzutage, mit vielen Sälen , Café und Ausstellungsräumen...) Nun fiel die Zeit des Vortrags grade mit dem alljährlichen Evenement der "SINKSEFOOR"

( Pfingstkirmes) zusammen, die fast einen Monat dauert und eine Art Riesen- Kirmes mit allen nur erdenklichen Attreaktionen auf diesem Platz stattfindet!!
Es gab demzufolge viel Trubel, Musik, Gehupe, Stau, es roch nach Hot-Dogs, Fritten,zuckrigen Bonbons, eine kunterbunt gemischte Menschenmenge drängte sich überall durch, Parkplatz war nirgens mehr zu finden. Genau gegenüber des Eingangs und auch vom Saal aus sichtbar stand u.A. eine Geisterbahn;---ah.. aha.. .ah...aus der in regelmässigen Abständen ein Geist heruaskam und schauerlich 'huhu-u-u-u-te heulte..( lauter als bei Amelie Poulain) und dazu hämisch lachte..

Der Saal, in dem der Vortrag stattfand, war der Textilkunst aus NIGER ("WAX-PRINTS" -Stoffe , in Knüpftechnik oder Schablonendruck hergestellte indigofarbene Stoffe ) geweiht.
An den Wänden hingen Entwürfe für Kleider und Knüpf-Muster. Sehr dekorativ!
Die Fensterseite gab die Sicht auf die Geisterbahn und die Kirmes frei... die Aussenwelt drang in den Saal ein!...

Der Saal füllte sich, -ein gutes Zeichen. Man konnte einigen Besuchern ansehen, dass ihnen diese Umgebung ein wenig ungewohnt vorkam, leicht befremdete Blicke in die Runde, Stirnrunzeln, ( unausgesprochene Frage:-'Vortrag über Mysterium von Golgotha...hier, in so einer Umbebung'..??? (man musste sich ja schliesslich erst durch den Kirmesrummel, dann durch ein animiertes Foyer über eine Wendeltreppe nach "oben zum Saal.....(es roch gut nachf rischem Café , aber auch nach anderen Getränken und knackigen Salaten, Grillfleisch...Knoblauch) Dann wurde alles heimeliger: Man erkannte Gesichter und Personen, am Saaleingang lagen anthroposophische Bücher aus, "man kannte sich..traf diesen oder jenen Bekannten...der Anblick eines Rednerpultes beruhigte vollkommen. Die Besucher fanden schnell ihre "Sitzgruppen": die "allgemeine Ecke", (diejenigen die keine Übersetzung brauchten) die deutschsprachige Ecke (mit Übersetzung ins flämische)und die französische Ecke (mit Überzetzung ins französische).
Der Vortrag konnte beginnen. Kaum waren die Begrüssungsworte verklungen und Prokoffieff das Thema angeschnitten hatte, so war es auch schon so als wenn ein aderer Strom den Raum ergriffen hätte; der Lärm und das Getöse von draussen waren wie ausgewischt. Prokoffieff sprach jedesmal wenige in kurzen Satzabschnitten: man wartete die Übersetzungen in die anderen Sprachen ab und tauchte wieder ins Thema ein. Absatz nach Absatz. Sprachbild nach Sprachbild. Die Übersetzungzpausen konnten auch zum Nachsinnen des Gesagten dienen, und diejenigen die alle Sprachen verstanden konnten bei den jeweiligen Überseztungen nochmal das Gesagte der anderen Sprache in sich aufnehmen, was eine Bereicherung bedeutet!! Es wurde intens und man merkte die grosse Konzentration aller... Der Bogen spannte sich , das Thema wurde breit und dann wieder zur Essenz geführt..und zum Ausklang geführt. Die anderthalb Stunde war im Nu vergangen. Grosser und langer Applaus. Auch viel Applaus für die enorme und gute Arbeit der Übersetzer! Prima Arbeit! S. Prokoffief hatte nicht viel Zeit, noch am selben Abend musste er nach Holland, dort gab es am fogenden Tag einen anderen Vortrag..in einer total andern Umgebung, nehme ich an.... Es blieben hinterher einige Gruppen und Grüppchen zusammen und besprachen des Gehörte. die Aussenwelt drang langsam in den Saal...Man hörte von draussen eine Art dumpfes Getöse, ' der GEIST "huhu-u-u-u-te".. wieder....aber das war jetz sooo-sehr zweitrangig --- dies alles fand keine Beachtung mehr!
Mich hat diese Art, an einem total "(anthroposophisch) weltfremden Ort einen Vortrag über ein so anspruchsvolles Thema zu besuchen, beeindruckt. ( ich glaube, mit diesem Eindruck nicht alleine gewesen zu sein ).
Natürlich hat der Redner auch das Seine dazu beigetragen.
Man sollte öfter an Orte gehen, die 'furchtbar' anmuten!
@Cornelius, falls er das liest..ich zitiere Deinen Leitsatz: "gehe an Orte die Du fürchtest"...(oder so ähnlich) ("Pema Chödrön" "Geh an die Orte, die du fürchtest." Buddhas Weg zu Furchtlosigkeit in schwierigen Zeiten.)
Beim Nach-hause-gehen" "bemerkte" ich diese Kirmes gar nicht mehr....

23. Mai 2008

En MAI, fais ce qu'il te plaît...tu was Du willst...

Die Zeit fliegt.... Bald ist ein Monat vorbei...Der Mais ist (wie fast jedes Jahr) gesät und spriesst auch schon schön geordnet in Reih und Glied...

das Gras wächst und wächst, am liebsten und am schnellsten unter dem Draht des Elekrozauns...kaum ist man mit dem Freischneider ganz rumgekommen, kann man wieder anfangen....mit "BOB", so heisst ER, geht das natürlich viel viel flotter, ...nur eben nicht unter dem Elektrodraht Die Clematis-Sterne sind weit geöffnet und strahlen lila, rosa weiss zwischen den “pfirsichbütenen“ Rosenknospen...
Der grosse Erdhaufen, (2 Lastwagenfuhren) ist seit dem Winter unbearbeitet liegen geblieben


und hat sich im handumdrehen in ein „Naturparadies für Wildblumen „ verwandelt...,es summt und brummt in jeder Blüte, erquickend...




das war der ideale Fleck um einige Tütchen Bienenschmaus daswischen zu säen...ich bin gespannt....wie das MENU ankommen wird!

Dieser Erdhaufen ist eine wahre Wonne! Meine Minou und die anderen Katzen der Umbebung sitzen dort stundenlang und starren ins Gras. (dort, wo die Mäuse vorbeikommen)..Eine Familie Kaninchen hat sich im Erdhaufen eingerichtet, die Jungen spielen früh morgens und spät abends „Fangen“ auf der Weide, sehr lustig anzusehen...

Der zweijährige Misthaufen musste natürtlich auch entsorgt werden..(was auf diesem Bild schon getan worden ist!)


da braucht man grosse Maschinen, die das mit viel Getöse sehr schnell erledigen,


und dann breite plattewalzte Reifenspuren in der so schönen Weide hinterlassen. Doch gottseidank richtet sich alles schnell wieder auf. Die Reifen eines Traktors sind ja furchtbar gross, wenn man so daneben steht merkt man das erst richtig.-Und ein Blick vom Kabinenfenster lässt die Welt noch anders aussehen als wenn man „nur“ auf dem Pferderücken sitzt...



Das war die Seite der NATUR-IMPRESSIONEN....Die Vorbereitungen auf das Jahresende bei den Bildhauern ist noch voll im Gang und furchtbar stressig.......doch davon später.......
Diese Ruhe täuscht..es ist nur eine Verschnaufpause..angehemer Art, einverstanden!!


die Kühe tun es ja ebenfalls ......ausruhn und wiederkäuen..

2. Mai 2008

*Eigenlob* Cap Cod Evening und Nervende Musik

Ganz leise, kaum hörbar kam die Melodie. Genauer gesagt hörte man nur Trommeln. Leise - von ganz fern....
Mary und ihr Bruder Aron waren nach draussen gegangen, hier könnten sie vielleicht besser die begonnene Unterhaltung fortsetzen..Es gab Differenzen. Entscheidungen standen an...... Mit jeder Wiederholung der immergleichen Takte stieg die Lautstärke. Mary erinnerte sich : genau die selbe Melodie wie damals.
(pianissimo- - - )DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam…Ravel….Herrjeee, grade der noch! Wie damals als sie ihn abgeholt hatten...
(Einsatz von Querflöte und Klarinette.)
Mary und ihr Bruder Aron sahen sich fragend an. Mit tränenerstickter Stimme flüsterte sie: "Er war zehn Jahre lang unser bester Freund. Wir können ihn doch jetzt nicht so einfach abgeben!"

(...DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam.......piano- Fagott Klarinette )
Auch Aron sah man an, wie sehr ihn diese Sache bedrückte. Er wollte seine Schwester nicht verletzen, dennoch mußte endlich ein Schlußpunkt gesetzt werden.
(mezzoforte-forte) Oboe Querflöte, Trompete ) immer das gleiche Thema...die gleiche Melodie...
Aron erwiderte deshalb sanft: "Oh Gott, ich weiß doch, wie sehr du an Tommy hängst, aber er kostet einfach zu viel. Er frißt mehr als andere und der jüngste oder schönste ist er auch nicht gerade.
(forte)Tenorsaxophon Sopransaxophon dann Querflöte,(...DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam....... Pikkoloflöte, Oboen, Horn, Klarinetten, Tenorsaxophon…. nervende Musik !
Entsetzen spiegelte sich in Marys Augen wider. Wie konnte ihr eigener Bruder nur so hartherzig sein? Jetzt war es endgültig um ihre Fassung geschehen. Sie schluchzte laut auf: "Du widerwärtiges, gefühlloses Ekel! (Kann man diese Musik nicht abstellen? Dachte sie .
FORTE
(Querflöten, Pikkoloflöten , Querflöten, Pikkoloflöten,...DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam.....(...DAAAAAM--da-da-da.....da-da...
Trompete, Violinen, Oboen, Englischhorn

grade noch zu ertragen).

Tommy nicht schön zu nennen. !!!

Gut, er ist schon zehn Jahre alt und sein Rotbraun entspricht vielleicht auch nicht deinem erlauchten Geschmack, aber nach zehn Jahren treuen Dienstes hielte ich es für angebracht, ihm auch die letzten drei oder vier Lebensjahre das Gnadenbrot zu gewähren!"
Aron begann, sich langsam selbst wie ein Schwerverbrecher vorzukommen. Als er Tommy anblickte, schien ihn dieser plötzlich traurig anzusehen. Er würde eben noch etwas auf eine eigene Studentenbude verzichten müssen, denn hatte seine Schwester nicht recht? FORTISSIMO --(...DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam.......(...DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam.......-Am Ende gibt es für das Orchester kein Halten Hämmernder Rythmus: Querflöten, Pikkoloflöten, Oboen, Klarinetten, DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam.......(...Violinen, Oboen, Englischhorn ,DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam.......(... Querflöten, Pikkoloflöten, Klarinetten, Tenorsaxophon, Oboen, Englischhorn, Violinen, Klarinetten....Extrem laute Musik, DAAAAAM--da-da-da da-da-da-DAM da-da-dam.......(...kaum noch zu ertragen….. Dann …endlich Stille..
Lächelnd sah er Mary an:

"Ich sehe es ein, sein erstes Auto kann man nicht so einfach verkaufen, oder auf den Schrottplatz bringen. Unser Tommy gehört einfach zur Familie. Ich werde ihn behalten!"

25. April 2008

*Eigenlob duftet*-Wettbewerb 2008


Der Hopper -Bilder-Geschichten Wetbewerb hat begonnen!

Bei
Tera Canaillo ist die erste Geschichte zu lesen, meisterhaft geschrieben, und gleich mit einem neuen Bildervorschlag versehen. Kaum war das neue Bild erschienen, hatte der Beatagent schon eine Geschichte dazu gezaubert, so richtig echt aus dem Leben gegriffen!

Die Nachricht verbreitete sich in Windeseile, die " Terra Canaillo Bar" füllte sich, -viele illustren Persönlichkeiten treffen sich hier und unterhalten sich wie die alten Peripatetiker.
- Reinschauen lohnt sich immer, denn, wer weiss, wer da grade leuchtet...
Es wird spannand!
bleiben Sie
dran! bis ..
dann .

23. April 2008

J.Canaillo's Bilder-Geschichten-Wettbewerb...

! ! ! Appell an die Kreativität ! ! !

Nun, wie wärs damit?

Jozef Canaillo formuliert es folgendermassen:
"
Im letzten jahr hatten wir den wettbewerb 'Eigenlob duftet'.
Also die idee für dieses jahr: die blogs die mitmachen schicken sich bilder -eventuell alles von Hopper, die laden ein zum erzählen -,und zu dem empfangenen Bild muß man eine geschichte schreiben. Die beste geschichte gewinnt. Die jury kann wieder aus leser bestehen, wobei dieses mal Barbara als blogbesitzerin natürlich mitmacht. Wir hätten schnell 10 blogs zusammen."

DIE Jury: J.Canaillo meinte, dass Barbara (nun auch Bloggerin, nicht merh zur Jury gehört...Aber Barbara meldete, dass sie lieber Jurymitglied sein möchte.
Das ist somit deutlich.

Konkret also bedeutet dies:

Man sucht ein Bild (Hopper ist eine gute Wahl) und nimmt das Bild "in sich auf", lässt es "wirken" und schreibt dann auf, was aus dem visuellen Eindruck als getippter Text auf dem Bildschirm als Schrift, -Geschichte erscheint....

als Vorschlag: hier oben ist ein Bild...(PS: es kann natürlich auch ein anderes Bild sein!)
Wer beginnt???

16. April 2008

Zwischendurch: Compartment C, Car 193

(da ich immer noch nicht am eigenen PC sein kann poste ich zwischendurch nochmal eine HOPPER-Geschichte) :
Kirsten Kleine-Limberg: Fahrt ins Ungewisse
Alice saß alleine in einem Abteil des Zuges nach Texas. Sie hatte sich aufgrund eines Telegrammes, das ihr Stiefvater ihr geschickt hatte, sofort auf die Reise gemacht. Das Telegramm lautete: Alice komm sofort nach Texas, schnell. Darauf hatte sie blitzschnell reagiert, mitten in der Nacht ihre Koffer gepackt und war zum Bahnhof gegangen, in der Hoffnung, noch einen Zug zu erwischen. Sie hatte Glück, denn nach fünf Minuten war der nächste Zug nach Texas gekommen.
Als Alice im Zugabteil saß, war sie ziemlich nervös, da sie nicht wußte, was auf sie zukam. Alice dachte die ganze Zeit nach, aus welchem Grund sie so schnell nach Texas kommen sollte. Ob etwas mit Heinz, ihrem Stiefvater passiert war? Ach nein, das konnte nicht sein, denn er hatte ihr doch das Telegramm geschickt. Konnte ihrer Mutter etwas passiert sein? Nein, es war ihr immer gut gegangen, und sie war ja auch gerade erst 50 Jahre alt.
Allerdings, sie hatte sie schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen. Das Rattern des Zuges riß Alice aus ihren Gedanken! Gegen sechs Uhr hielt der Zug in Abilene. Sie hatte kein gutes Gefühl, als sie den Zug verließ. Am Bahnhof nahm sie sich ein Taxi, da sie noch fünfzehn Meilen vor sich hatte, um an die Farm ihrer Eltern zu kommen. Als sie ankam, waren alle Zimmer hell erleuchtet. Das war verwunderlich, denn ihre Eltern waren nie vor neun Uhr aufgestanden. Sie ging zur Tür und stellte fest, daß sie unverschlossen war. Sie öffnete langsam die Tür und trat ein. Es war vollkommen still. Jetzt wurde es Alice ganz anders um's Herz und rief ganz aufgeregt: "Mutti, Heinz, wo seid ihr? Ist niemand da?" Sie rannte durch das ganze Haus und betrat schließlich auch als letztes Zimmer des Hauses: das Schlafzimmer. "Nein, Nein, Mum, Heinz", schrie sie hysterisch. Ihre Mutter lag regungslos auf ihrem Bett und ihr Stiefvater lag ebenso leblos quer auf ihr. "Oh nein," rief sie und wurde bewußtlos. Als Heinz den dumpfen Knall hörte, der dadurch verursacht wurde, daß Alice mit ihrem Hinterkopf gegen die Marmorplatte der Kommode fiel, sagte er: "Ich glaube, wir können jetzt aufhören, ihr etwas vorzuspielen, ich denke, sie hat begriffen, daß sie sich zukünftig mehr um uns kümmern soll."

12. April 2008

MURAT - - - ein türkischer Name- - -



The RAVEN




Übersetzt bedeutet er „Der Sehnliche Wunsch“. Lieber Herrmann Finkelsteen, Barbara und Liebe Bloggäste Es wird noch ein paar Tage dauern, bis ich wieder "normal" bloggen kann. Herrmann Finkelsteen meinte zum vorigen Bild :
"Ein Teil Murats geistert in diesem Gebäude der Sehnsuchtsteil seines Astralleibes. Er hat sich so gefreut auf diese Shows. Mat ist wieder verschwunden wortlos, allein und traurig."
....sagen wir es mit poetischen Worten und in Musik: aus: Tales of Mystery and Imagination (Edgar allan Poe)


The clock struck midnight
And through my sleeping
I heard a tapping at my door

I looked but nothing lay in the darkness
And so I turned inside once more
To my amazement
There stood a raven


Whose shadow hung above my door
Then through the silence
It spoke that one word
that I shall hear forever more

Nevermore


Thus quoth the raven, nevermore
And still the raven remains in my room
No matter how much I implore
No words can soothe him

No prayer remove him
And I must hear for evermore
Quoth the raven, nevermore
Thus quoth the raven
Nevermore

11. April 2008

Hopper? - Murat ?. unglaubliche Geschichte (aber wahr)

Ich war unterwegs; mal kurz Brüssel-Freiburg hin und her.
Wieder zu hause abgekommen, war mein PC "im Eimer" (PC's tun sowas meist ohen Vorankündigung.)
Wie durch ein Wunder konnte ich meinen Outlook auf einem anderen PC installieren, und so die Berichte lesen, auch den von Herrmann Finkelsteen, herzlichen Dank! An meine gespeicherten Favoriten konnte ich nicht dran. Also auch keine vorbereitete Hopper - Geschichte publizieren.
Mir war von früher immer ein Bild in Erinnerung geblieben,welches mir spontan serh gut gefallen hatte zu dem aber ich bis jetzt keine "Geschichte " gefunden hatte.
Seltsamerweise erinnerte mich schon damald dieses Bild sehr an die "URIBISTAN ABBASSY" (ich weiss nicht ob das der richtige link ist) von NERONE....sehe nur ich das so, oder auch andere???

(Murat, geisterst Du hinter den Fenstern"??)

Vielleicht ergit sich die eine oder andere Geschichte...wer fühlt sich angesprochen??? hier das Bild und dessen Beschreibung:

Das Bild zeigt ein einsames Haus im viktorianischen Baustil an einer Bahnlinie. Die Bewohner sind nicht zu sehen. Sonnenlicht mit einem scharfen Schattenwurf bestimmt das Werk. Die Farbgebung ist mit blau, grau und weiß recht kühl. Auch hier bleibt es der Interpretation des Betrachters überlassen, ob die Bahngleise ein Synonym für die Verlassenheit der unbekannten Hausbewohner sind, da vorbeifahrende Züge mangels Bahnsteig nicht halten werden. Das Bild wurde im Januar 1930 vom Museum of Modern Art in New York City als erstes Gemälde überhaupt in die ständige Sammlung des Museums aufgenommen.

4. April 2008

Inspirations-Pause oder: die Venus von MILO

Liebe Besucher, zufällige Vorbeigänger, Spaziergänger, ich erlaube mir eine kleine Blogpause, da im Moment hinter den Kulissen SEHR SEHR viel zu erledigen ist. Es geht um die Fertigstellung der verschiedenen Portraits, (die Wahl der Sockel etc) und um neue Aufgaben , die noch aus der Idee zur Wirklichkeit werden müssen. Falls die Leser oder Vorbeigänger sich an den gestellten Aufgaben beteiligen möchten: Ideen oder Gedankenfetzen sind herzlich willkommen!!

1.
Die Venus von MILO - Unübertroffen
Aufgabe: Erstellen einer Aemulatio der Venus von Milo. Materialwahl : steht frei. Ausführungarten: Skizze, Malerei, grafisches Medium, Bildhauerei, Relief, Foto, Film, Installation.

2.
Aufgabe: Schuhwerk = 4 BEGRIFFE
SCULPTURAL
SCENARIO
SCHUHWERK
SCHATTEN

3. ..anlehnend an...
nach eigener Wahl im Sinne eines selbst ausgesuchten Künstlers ein Objekt "erstellen"...."erschaffen"...
(deutlich ???)

:-) ---------------------------------------------
Doch möchte ich auf die letzen Beiträge eingehen und die Fragen und Kommentare nicht so in der Luft stehen lassen:
ich antworte etwas später... und für eine HOPPER Geschichte habe ich auch noch Zeit..zwischendrin...

23. März 2008

Ostermond.. und ..Auferstehung..?

Der kühle verschleierte Ostermond war grade am « untergehen », kaum jemand war schon wach, nur ich musste so früh raus. RED hatte mich gehört und wartete auf seine tägliche Ration.


Zu dieser Ration gehören im Winter Futtermöhren, die in grossen Säcken zu kaufen sind. Seit mindestens 3 Wochen stellte ich bei den Karotten Formveränderungen fest, die ich zuerst nicht besonders beachtete. Nach einiger Zeit aber begannen diese Formen meine Aufmerksamkeit zu bannen: Hier wurde es seltsam! Nicht nur die Formen wurden ausgeprägter, auch die Grösse der Karotten wurde beträchtlicher.
Seltsam! Höchst seltsam!.... Wo hatte ich das schon gesehen????? (grübel...)
Ach ja! Natürlich!! Mir viel es wie Schuppen von den Augen: Es musste etwas mit Murat zu tun haben! Was ist nun wieder mit ihm passiert? Gab es eine neue Mutation? Er war und ist als verschwunden gemeldet!

Trotzdem wurde zu Ostern ein Video von ihm gepostet.
....von ihm??
Wie es ihm wohl gehen mag? Welche Form und Farbe er nun angenommen hat? Die Ostersonntag-Morgensonne erhob sich majestätisch rot. und strahlte bezaubernd -österlich-frühlingshaft, bis spätnachmittags.
Gedanken kamen und gingen und blieben als Fragen:
Die Wirkung der „Karottenkraft“ ist wohl kaum auszudenken...könnte es sein, dass Muratr in die Osterharmonie der Rot-Oange Späre aufgegangen ist?

Nur manchmal gab es drohende Wolkengebilde, die an die Dramatik des Karfreitags erinnerten. Es war ein schöner Tag! Murat, wir vermissen Dich!

Passionszeit - OSTERN

(Anklikken der Bilder zur Vergrösserung lohnt sich wirklich!)
Ostern steht wieder vor der Türe!
Wie im vergangenen Jahr wurde die Mathäupassion in der Pauluskerk ( vielleicht doch mal reinschauen!) aufgeführt . Am Gründonnerstag sass ich dann wieder in der selben schönen Kirche .
In diesem Jahr hatten wir sogar bessere Plätze bekommen, nur waren sie, wie sofort vorherzusehenn war, nicht so vorteilhaft, wir sassen viel zu dicht vorne. Schon bei den ersten Takten des Orchesters war es deutlich: der Klang kam deformiert an, -leider-. Dann fiel mir auf, dass die Solisten die deutschen Texte nicht gut artikulierten, es wurde alles "breiig".

Mit ein wenig Wehmut dachte ich an die « alt-bekannten » Ausführungen von « damals » ….Peter Schreier als Evangelist…. das war doch was anderes!
(Ich fand mich furchtbar ‘nörgelig’, und beschloss, einfach zuzuhören und die schönen Kreuzwölbungen der Kirchendecke zu betrachten. (!!)





Es wurde trotzdem ein schönes Konzert, die Chora-Motive '"Oh Haupt voll Blut und Wunden" in ihrer 7maligen Wiederholung trugen ihren Teil dazu bei :- Die Mathäuspassion war erklungen, es konnte Ostern werden !
Ich wünsche allen ein schönes Osterfest und eine glüclkiche Frühlingszeit

17. März 2008

Bildhauerei,-Portrait,-Der Kopf,-das Gesicht, _TEIL 3

Hannelore ist für einige Zeit in « KUR« gefahren,- also nicht anwesend, und so ruht auch die aktive Arbeit am Portrait.
In dieser Zwischenzeit habe ich mir vorgenommen, mich mehr mit den OHREN (im Detail beim Portrait und im allgemeinen) zu beschäftigen. Die Ohren machen mir zu schaffen, im wahrsten Sinne des Wortes.
Ich wollte mich vor dem modellieren der Ohren drücken, da die Haare teilweise darüberfielen, das kam mir grade recht.



Bei meinen vorhergehenden Modellen (Hieronimus Bosch) waren sie vollkommen durch die Kopfbedeckung versteckt, bei Van Fleteren,

(der hässliche Alte) waren sie zwar sichtbar, aber irgendwie gab ich mich mit dem Resultat zufrieden, da das Modell sowieso nicht « schön » und fein modelliert war.

Bei HANNELORE war das (meiner Meinung ) anders. Die Haare verdeckten sie ja teilweise...ich müsste also nur das modellieren, was "rausguckt"...
WERNER (unser MEISTER) war streng : ich musste die Ohren vollkommen modellieren, wenn sie auch hinterher teilweise durch Haar verdeckt sein sollten. BASTA! Keine Widerrede !
Der Entwurf das Original
Nun ertappe ich mich, -unbewusst ,-bei jedem den ich anschaue, nur die Deatils der Ohren zu betrachten…
Was mir auch aufgefallen ist: spontan kann ich (wie jeder denke ich) Nase, Mund, und Augen so skizzieren, dass die Details genau zu erkennen sind. Bei den jedoch Ohren kommt ein jämmerliches Gebilde dabei heraus, was an die ersten Endsatadien der Embryonalentwiklung erinnert… Ich muss mal bei Norbert Glas nachschlagen…

Wenn Hannelore aus der KUR zurück ist, dann kommt die Endphase, d.h. ich hoffe dann mit den Ohren “fertig” zu werden und mit den Haaren , die -(wie Werner sagt)- leicht, blond und luftig den Kopf umgeben .! Meine ersten Versuche erinnern eher an Bademütze oder Perücke!!!
Nun, ich habe ja noch etwas Zeit!
Wird fortgesetzt!

8. März 2008

Bildhauerei,-Portrait,-Der Kopf,-das Gesicht, _TEIL 2

Weiter geht die Arbeit.
Wenn man nicht immer wieder genau kontrolliert, d.h. mit dem Zirkel misst und vergleicht, kann es passieren, dass das Portrait , ohne dass man es merkt, “wächst und wächst”, ( man setzt immer wieder ein wenig TON dazu, weil man vermeindliche Unkorrektheiten ausbügeln will. Und je mehr mant zu verbessern meint,desto mehr verwischen die Proportionen, man gerät vollkommen in die Sackgasse. )

Das einzige, was dann noch hilft, ist: das Modell genau mit dem Zirkel ausmessen und alles runternehmen, um die Proportionen wieder her zu stellen. Dieser Beckenmesszirkel ist ein gutes Instrument, nicht nur in der Hebammentasche ! Es gibt ihn in verschiedenen Grössen! Wie oft sollte ich ihn noch benutzen!!

Die "Aufbauarbeiten" gingen natürlich weiter, immer wieder unterbrochen von "Korrekturen". Als Orientierungsmarken habe ich einfach Zahnstocher genommen, das sieht vielleicht ein wenig grausam aus, ist aber praktisch.

So , nun hier zum Vergleich ein Stück "Original" . Da sieht man sofort, wo es noch hapert: die Nase ist noch zu breit, und so weiter, und so weiter....

Fortsetzung folgt...

5. März 2008

Bildhauerei,-Portrait,-Der Kopf,-das Gesicht,

Seit Bosch’s Maria Magdalena und dem “Hässlichen alten Mann”
ging es hinter den Kulissen weiter…
Die Vorstudien basiert auf Abbildungen (Fotos) war ja flott vorangegangen, und einigermassen zufriedenstellend fertig geworden.
Jetzt war der Moment des “lebenden Modells” gekommen.. Als es konkret wurde, stellte sich heraus, dass die Modelle, die ich in die engere Wahl genommen hatte, nicht disponibel waren .auch nach innigelm bitten nicht… Schade, denn es waren einige interessante Charakterköpfe dabei, an die ich mich gerne herangewagt hätte.
Die Arbeit an den Modellen nach Bosch und van Fleteren haten es mir angetan…
Aber nun war guter Rat teuer. In letzter Minute kam Hannelore.... Wie immer, wenn man wirklich jemanden braucht!....
Gut, die Arbeit konnte beginnen. Man hatte es mir schon vorhergesagt, dass die Arbeit nach Modell viel schwieriger sei als nach Bild-Vorlage. Ich war wirklich gespannt.-----
Der Kopf wurde vermessen: alles notiert, skizziert, abfotogréafiert, archiviert. Mir tanzten die Zahlen schon vor den Augen..wie sollte ich das nur hinbringen???

Das Modell bekam ein extra weiches Kissen, einen dicken Pullover, denn Stillsitzen “kühlt ab”… genügend Lektüre,was zum naschen, sogar einen Nintendo mit “Programme d’entrainement cerebral”… Hannelore liebt Sodoku...
Die Arbeit konnte beginnen.
Wer war aufgeregter??? Schwer zu sagen. Für mich war es neue Aufgabe, für das Modell eine neue Umgebung, für die Anwesenden im Atatelier war es interessant, wieder ein “neues Opfer” su sehen…
Wie immer musste ein Eisenstab auf einem Brett als Stütze montiert werden, daran hinauf wurde die "Silhouette" von unten nach oben hinaufgearbeitet: Man stelle sich das so vor wie eine Scheibe von =/- 4-6 cm Dicke die in den Proportionen des Profils modelliert wird.
Wenn dort die Proportionen stimmen, kann man damit anfangen, die Seitenteile des Gesichtes herauszuarbeiten.

Erstes Resultat…ojeeee d...eher ernüchternd ...da muss abze noch viel gearbeitet werden….

Fortsetzung folgt…