5. November 2009

Die Kathedrale - und die Suche nach dem Erzengel

Die Arbeit des Lay-out für das französische Mitteilungsblatt besteht darin, den Text korrekt und ausgewogen zu plazieren und nach Bildern zu suchen, die das, was der Text in Worten ausdrückt, bildlich zu „ untermalen“.
Im Artikel von Bart Lambregt über „MICHAEL und die Steinerschule in Brüssel“ wird über eine Abbildung des Erzengels berichtet die augenscheinlich “verloren“ oder „unauffindbar ist“. Die Abbildung, die dem Text beigefügt ist, ist aber eine andere , neueren Datums, und stellt eine vergoldete Statue des Erzengels Michael dar, die das Gegestück zu der heiligen Gudula ist.

Im antrhoposofischen Milieu „wusste“ man, dass Rudolf Steiner sich während seiner verschiedenen Reisen zwischen 1906 und 1910 , wenn auch nur kurz, in Brüssel aufgehalten hatte. Während eines Aufenthaltes besuchte er die Kathedrale und , so wird berichtet, betrachtete lange das Standbild des Erzengel Michael und sagte folgendes :
Es wäre gut, wenn jede anthroposophische Initiative in Brüssel vor diesem Bild innehalten würde.“
Mit anderen Worten: Jeder der vor diesem Bild meditiert kann erahnen, was diese Initiativen in Brüssel so aussergewöhnlich macht“...
Diese Aussage R. Steiners ist leider nirgens schriftlich hinterlegt, aber sie gehört in die Rubrik der „hypotetischen Aussagen“, die als wahr angenommen werden, da sie von Zeitgenossen R. Steiners der Nachwelt überliefert worden sind. Die Statue, von der hier die Rede ist, steht dort nicht mehr. “Man“ sagte, es sei das sehr schöne Bild eines jungen Engels mit fast weissem Gesicht; andere wiederum meinten, es handele sich um eine weisse Marmorstatue.
War es nun ein Bild oder eine Statue? Nichts Genaueres war bis jetzt bekannt, es kann aber sein, dass das Wort BILD daher komt, dass man im flämischen zu einer Statue „stanbeeld“ sagt und dass je nachdem in welcher Sprache man davon redete, entweder das Wort „standbeeld“ als „Bild“ oder „statue“ verstanden wurde. Also, nichts war deutlich und die Sache wurde umso spannender.
Bis jetz war also bekannt, dass eine Staute oder ein Bild in der Kathedrale gestanden hatte... Aber nichts war wirklich präzise....., das Thema wurde „geheimnisvoll“. Da man wusste, dass diese Statue sich in der Kathedrale befand, war die Wette sie wiederzufinden verlockend….und das war es, was mich veranlasste die Herausforderung anzunehmen.
Die ersten Nachforschungen ergaben die "Anwesenheit einer Statue irgendwo in den Tiefen der Sakristei ", die aber verschlossen war. Um Zugang zu bekommen musste ein Vorgesetzter die Tür öffnen. Andere Quellen sagten die Statue befände sich im Museum des Kirchenschatzes und man könnte sie teilweise durch eine Glasscheibe sehen. Die dritte Nachforschung ergab folgendes:
(Michel Bastin)
Ich bin durch Zufall im ‚Shop’ der Kathedrale auf einem Syllabus gestossen der von einem Studenten verfasst wurde. Darin wird in der Tat die Existenz einer Statue des „Saint-Michel " erwähnt; die an der Rückseite des Lettners stand. Der Lettner (im neugotischen Stil erbaut,) befand sich seit dem XIX°Jh. am Westeingang der Kathedrale und wurde anlässlich der letzten Restaurierungsarbeiten ( Ende gegen 1999) abgerissen. “
Demzufolge ist es diese Statue die jetzt am Eingang der Schatzkammer steht (dort, wo sich der Kirchen-Schatz befindet.) Leider wird in keiner der Neuveröffentlichungen genaueres darüber berichtet.
Aha, hier war also eine deutliche Spur!!!
Aber seit WANN befand sich diese Statue dort?
Die Arbeiten in der Kathedrale hatten +/- 25 Jahre gedauert! Man musste sich also vor Ort umschauen, um Antworten zu finden. So machte ich mich an einem schönen sonnigen Vormaittag auf den Weg zur Kathedrale.
Es erstaunt mich immer wieder wie lichtdurchflutet es in dieser Kirche ist. Einerseits ist es auf den hellen Stein aus dem sie gebaut ist zurückzuführen, andererseits spielt auch der Lichteinfall eine besondere Rolle: Das Gebäude steht auf halber Höhe zwischen dem Rathausplatz ( für das Volk) und dem „Mont des Arts“, (Berg der Künste) Sitz der Museen, des Königspalastes , der Ministerien, der Politiker und der Bourgeoisie. Die Fenster befinden sich in Ost-West Anordnung, sodass den ganzen Tag über die Sonne in die Kirche fällt. Seltsam,ist auch, dass man ob man nun vun „unten“ oder von „oben“ in die Kirche eitritt, immer eine grosse Treppe „hinauf“ gehen muss ( kurze Erinnerung an den Ursprung:..aus den Sümpfen entstanden wurde auf einer kleinen Höhe die erste Kirche gebaut...)
Ich beachtete weder die Glasfenster, die Orgel noch sonstige Sehenswürdigkeiten und machte mich auf die Suche nach dem Eingang der Schatzkammer: eine eiserne Gittertüre, ein schmaler Eingang (Eintritt 1€) liess den Blick auf einen mittelgrossen Raum frei, in dem die „Schätze“ golden blinkten, vereinzelt sogar hinter Glas. Da der Vorgesetzte noch mit einem Besucher sprach, hatte ich Zeit um einen neugiereigen Blick ins Innere zu werfen...um eventuell die Statuen zu entdecken, .... aber auf den ersten Blick konnte ich sie nicht.entdecken.
Dann war es an mir , meine Fragen zu stellen...: „man hat mir gesagt... ich suche...haben Sie ...die vor langer Zeit...Statue eines Erzengels“...i
ch kam nicht zum Ausreden ..da kam auch schon die direkte Antwort : „dort-sehen Sie… hinter Ihnen ....da oben....“ Tatsächlich, hinter mir, -ich musste den Kopf stark drehen und nach oben schauen- stand- auf einem Sockel von +/- 1.20m eine Statue aus Holz geschnitzt!! die einen jugendlichen Engel darstellte, mit gesenktem Blick, noch ausgebreiteten Flügeln, griechisch-römisch gekleidet, in der rechten Hand ein gesesnktes Schwert, in der linken Hand einen runden Schild, verziert mit einem Tatzenkreuz (wie bei den Templern), der linke Fuss leicht auf dem Kopf eines gefallenen Engels ruhend.
Diese Statue strömte eine graziöse Leichtigkeit und Anmut aus. Es war kein schwer bewaffneter und geharnischter Ritter der sich anschickt einen Drachen zu töten, obwohl seine Bewegungen Beherrschung und Entschlossenheit ausstrahlten. Mein erster Eindruck war : grosses Erstaunen !!!
Den gesuchten hier zu finden, -„abgestellt“-, hoch in einer dunklen Ecke ! Ich erhielt ohne Weiteres die Erlaubnis zu fotografieren, aber auch hier war das keine leichte Sache: durch den Platzmangel konnte ich weder genug Abstand nehmen noch einen geeigneteren Standort für gute Aufnahmen finden. Auch die Lichtverhältnisse waren ungünstig: Es gab entweder zu viel Schatten, oder zu viel Gegenlichtlicht
Der Vorgesetzte gab mir gerne einige Erklärungen:
„Die Statue ist aus polychromem und vergoldetem Holz. Sie stammt aus den südlichen Niederlanden, aus dem XIX Jahrhundert (geschätzt von 1600-1700).
(Um dies zu bestätigen hielt er mir den Katalog der Kathedrale,“vor die Nase“ wo alles schwarz auf weiss gedruckt stand, auch ein Foto war zu sehen.) Weiter erzählte er: „ Der Schutzpatron der Katehdrale ( zum ersten Mal erklang diese Wort) ist ein junger Erzengel ausgerüset mit Schwert und mit Schild, der den aufsäßigen Engel zurückdrängt. Dieser Kampf symbolisiert den inneren Kampf, den jeder Christ gegen den Dämon liefert, der das Böse darstellt. “
Die Statue wurde Ende des 19. Jahrhunderts aufgestellt und am Ende der Restaurierung der Kathedrale entfernt.
Nun - jetzt war das Rätsel gelöst, das „Bild“ -die „Statue“- war gefunden.
Natürlich kann man vor jedem Erzengelbild meditieren, aber in diesem Fall fand ich es interessant, herauszufinden vor welchem Bild (oder Statue) Rudolf Steiner seine „schicksalschweren“ Worte ausgesprochen hatte; als ob er vorgefühlt hätte, dass in Brüssel, der Kampf mit den Drachen ( Mehrzahl) noch nicht beendet sein würde..... ...
Nun stand diese Statue vor mir, und erinnerte mich an andere- „schon gesehenes Abbildungen-“ irgendwo, aber wo? Nach einigen Überlegungen fand ich es: es waren die Malereien von „Raffaello Santi“ genannt Raphaël.

Es gab aber weitere Abbildungen nach dem selben Motiv, so wie hier untenstehend..

gdfhdfh
Hier nun der Erzengel aus Brüssel: es handelt sch um die ersten Aufnahmen, die eben in etwas ungünstigen Umständen aufgenommen wurden...vielleicht ergibt sich eine Gelegenhiet, um wirklich bessere Aufnahmen machen zu können...
wer weiss...
die Bilder sollten zum Vergrössern ruhig angeklikkt werden!!!!!






* * *

3. November 2009

Fortsetzung des Themas: Michael und Brüssel: - Die Kathedrale – der Erzengel – und R. St.


Nochmal kurz was vorher war:
Wahrscheinlich vor dem 10. Jahrhundert: In den Sümpfen des Senne - Tals finden wir die ersten Bewohner. Ganz im Dunkel der Vergangenheit hebt sich die spätere Grosstadt Brüssel aus den Sümpfen, eine kleine Kapelle wird zu Ehren des Erzengel Michael erbaut. Später folgt eine Kathedrale,(Bauzeit von 1226 – 1490) die den beiden Heiligen MICHAEL und GUDULA geweiht wird.Kurz danach wird ein Rathaus erbaut, auf dessen Turmspitze der Schutzpatron „wacht“.
Die Religionskriege gingen dort vorbei, es gab um 1695 Zerstörungen , anschliesend kam die franz. Revolution.

Darauf folgte die die Kontra-Reform : im Laufe des XVII°, XVIII° und des XIX° Jahrhunderts wurden die Kirchen prachtvoll mit Kunstwerken der Kulturepoche (ideologisch und künstlerisch) dekoriert (im wahrsten Sinne des Wortes)... Letztendlich zerstörten die Städteplaner des XIX° und des XX° einige alte historische Viertel und somit auch die Spuren vergangener Kulturen.

Was die Kathedrale angeht, so hat sie nur ihr wunderbares historisches „Skelett“ bewahrt. Das einzige alte Werk ist ein grosses Glasfenster, das zwischen den beiden Türmen, am Eingang zu sehen ist. Es stellt das ‚letzte Urteil’ dar und wurde 1528 von Eduard de la Marck, gestiftet. Man sieht dort natürlich den Erzengel Michael. Alle anderen Abbildungen datieren aus dem XIX°-XX° Jahrhundert.

Nicht viel war übrig geblieben, auch nicht im Kirchen-Schatz.
Es verbleibt der Eindruck einer Leere.

Es gab den Skandal der blutenden Hostien, die Judenverfolgung. Vom Erzengel Michael sprach man nicht mehr.

Das könnte man so erklären: eine so weit in der Vergangeheit liegende „Person“ wie ein Erzengel wurde durch zwei wichtige Kult-Ereignisse (die in der Kathedrale und beim Volk immer noch omnipräsent sind, )verdrängt: nämlich: die Verehrung der heiligen Muttergottes und –leider: der Kult der entweihten Hostien. (verbunden mit dem Judentum).

Erst ab dem XIX° Jh. Scheint die Stadt sich ihrem Heiligen Schutzpatron zu entsinnen. Das Jesuitenkollege der Stadt wird unter seine Schirmherrschaft gestellt. Erst 1909 nimmt die „Université libre de Bruxelles“(eine Laien-Institution, die 1834 von den Freimaurern (als Gegenpol der Katholischen Universität von Leuven) gegründet wurde, den Erzengel Michael als Emblem.

Es ist wahr, dass sein Schwert durch die Fackel von Prometheus ersetzt wird: er thront über den Devisen „scientia vincere tenebras“: die (Licht von), Wissenschaft wird die Dunkelheit besiegen:

Nun kann man sich fragen : Was bedeutete diese Verehrung des Michael im Verlauf der Jahrunderte? Wie wird die Weiterentwicklung sein? Wird es eine solche geben? Fragen über Fragen.

Ein Historiker würde es so berichten:
„in dieser inzwischen grossen und internationalen Stadt Brüssel lebte eine kleine Gruppe von Menschen, die sich um eine bestimmte Person und ihre ‚Lehre’ zusammengefunden hatten. Diese ‚Lehre’ (manche nennen es auch ‚Geisteswissenschaft’) kam von Deutschland ( eigentlich der Schweiz) über die Niederlande nach Belgien und verbreitete sich schnell im flämischen Teil des Landes, während der französisch sprechende Teil der Bewohner geringer war und etwas langsamer dies neue ‚Lehre’ aufnahm. Insgesamt gibt es 500 Mitglieder dieser Gesellschaft, davon 400 flämisch sprechende, und 100 französisch sprechende. Zusammen formen sie die (AViB)-(SAeB).“

Ich schreibe dies „Hieroglyphen“ denn ich bin sicher, dass die „deutschsprachigen Mitglieder“ dieser Lehre (AAG) oder (AGiD) nun wissen worum es sich handelt! J
Nun ist es ja nicht erstaunlich dass gerade diese Menschen auch den Erzengel Michael verehren. Sie nennen diese Zeit auch „ Michaelisches Zeitalter“.
Sie bauen ihm keine Kathedralen, sondern feiern eher einmal pro Jahr ein „Michelsfest“. Diese Fest wird von allen Altersgruppen gefeiert, angefangen vom Kindergarten über die Schulen und verschiedenen Lese-Gruppen bis in die Altersheime. Diese Menschen haben ein Nachrichtenblatt für ihre Mitglieder, in dem sie 4 mal im Jahr alle wissenswerten Ereignisse kommentieren, ankündigen und besprechen.
Nun war anlässliche eines solchen Festes eine Thema-Doppelnummer Fr und NL mit dem Titel „Michael und Brüssel“ geplant. In beiden Heften standen 8 gemeinsame Artikel die mit dem Michales-Thema und Brüssel zusammen hingen.
Auszüge aus einem der Artikel sind hier in diesem BLOG ja schon erwähnt worden.
Nun gab es einen kleinen Artikel der von der „Steinerschool Brussel“ ausging, in dem ein ( wie sich hinterher herausstellte) wichtiger Satz stand.
Rudolf Steiner hatte während seiner Reisen und bei einem Aufenthalt in Brüssel (zwischen 1906 und 1910) die Katehdrale in Brüssel besucht und einen bedeutungsvollen Ausspruch gemacht.
Davon wird im folgenden Bericht weiter erzählt!!
Bisdann also!

10. Oktober 2009

Eine kleine Unterbrechung beimThema MICHAEL in Brüssel

-->anklikken lohnt sich, sagt CANAILLO




Liebe Blogger-Freunde, Vorbei- oder Spaziergänger ....
Normalerweise sollte hier die Fortsetzung der letzten Artikelreihe stehen.
Mein „Schweigen“ hat keinen Ideenmangel als Grund sondern die Tatsache, dass das Thema plötzlich eine neue Wendung genommen hat, was zur Folge hat, dass auf Bestätigungen und Extra Informationen gewartet werden muss.
Deswegen kann ich nun nichts anders tun als zu hoffen, dass mir zugeschickt wird was versprochen war und dass ich die Erlaubnis bekomme das zu fotografieren was ich hier gerne zeigen möchte.
Bis dann, also!
Als „Trost“ hier eine Abbildung MICHAEL der sehr viel zu tun hat!!!






DETAIL (das nicht so schöne)
bis dann! AOEA

4. Oktober 2009

TEIL 3: "scientia vincere tenebras"; oder: wie die Kathedrale der Heiligen MICHAËL und GUDULA zum grössten antisemitischen Monument wurde..

das vorige Posting endete folgendermassen:
*Heute weiss man, dass Hostien, an feuchten Orten aufbewahrt, durch die Anwesenheit von Schimmelpilzen rote Flecken bekommen; was verdeutlicht, warum man meinte, die Hostien hätten geblutet...

Hier:
Nun für BARBARA :-)

Bei den Schimmelpilzen handelt sich um: Serratia marscescens.


Zur Art Serratia marcescens gehören gramnegative, fakultativ anaerobe, nicht sporenbildende, sich aktiv mit peritrich angeordneten Geißeln bewegende, stäbchenförmige Bakterien. Sie produzieren die hydrolytischen Enzyme DNase, Gelatinase und Lipase.Sie kommen ubiquitär im Boden, Wasser, auf Tieren und Pflanzen vor und sind in der Regel harmlose Saprobionten (Destruenten organischer Stoffe). Die Bakterien können problemlos auf gängigen Medien kultiviert werden. Sie bilden in der Regel ein rotes Pyrrol-Pigment (Prodigiosin, von lateinisch prodigium = Wunderzeichen, siehe unter Historisches), wodurch die Kolonien rot gefärbt sind (siehe Bild 1). Das Genom von Serratia marcescens wurde vom Sanger Institute (Cambridge, Großbritannien) vollständig sequenziert. Es besteht aus einem einzigen in sich geschlossenen DNA-Strang („Bakterien-Chromosom“) und hat eine Länge von 5,1 MBp.Diese Schimmelpilze sind überall zu finden ( im Wasser und im Boden) lieben altes süsses Brot- und eine roten Farbstoff, der dem Blut ähnelt.

Nun geht es wieder weiter...Aber leider dieses Mal wenige Abbildungen, mit der Geschichte des Erzengels MICHAEL.

Man taucht nun unter in die Tiefen der dunklen Vergangenheit der kleinen Stadt aus den Sümpfen, aus der eine grosse und "herrliche" Stadt voller Geschichten, Intriegen und Machtkämpfen entstand ..

Der Kult der „entweihten Hostien“ (denen man einen wunderwirkenden Charakter verlieh) nahm in Brüssel im Lauf der folgenden Jahrhunderte eine unglaubliche Entwicklung an, und wurde zum wichtigsten Kult der Stadt, zusammen mit der („menschlicheren“)Verehrung der heiligen Jungfrau Maria.

Dieser Kult sowie sein gewalttätiges antijüdisches Gestänke wurde durch die kirchlichen Behörden gefördert und durch die Mächtigen unterstützt, insbesondere die Habsburger und andere „Verbündeten“ mischten mit: Karl V warf sich mehrere Male vor den Hostien nieder!!! Unter seiner Herrschaft wird ihnen eine anspruchsvolle Kapelle im Norden des Chors des „Kollegialen“ gestiftet. Große Künstler arbeiteten dort. Die Glasmalereien – sie stellen die Entweihung der Hostien dar - wurden von den mächtigsten Fürsten Europas (die eine Familienverbindungen mit dem Kaiser François 1°, dem König von Frankreich und den Königen von Portugal und von Ungarn hatten …) der Kathedrale geschenkt.


Im XIX° Jhdt. werden die Seitenschiffe mit neuen Glasmalereien ausgestattet, die die Legende des Heiligen-Sakramentes erzählen, (gestiftet von Mitgliedern der Noblesse und sogar von König Léopold 1° ) .… Erstaunlich ist, dass bis vor nicht allzu langer Zeit dort noch ein grosses Gobelin zum selben Thema den Chor schmückte....
Diese Überfülle der Anrufungen (Fürbitten) der ließ einen Historiker erklären, dass die Kathedrale das größte antisemitische Monument des Landes sei….

Im XV Jh.wurde der Brauch der Prozession des Heiligen Sakramentes eingeführt


Von diesem Zeitpunkt an gab es alljährliche Prozessionen; zu bestimmten Jahrhundert-Terminen wurden sogar imposante Jubiläumsumzüge organisiert; es wurden Messen gelesen, die Strassen prunkvoll dekoriert, musikalische Werke komponiert.

Die ersten Widerrufe und Proteste kamen aus verschiedenen Richtungen: -dem Milieu der liberalen-und den antiklerikalen- und dem Milieu der Laien, die erwirken konnten, dass 1870 die Instaurierung(ist das das richtige Wort)?? und die Feierlichkeiten des Heiligen Sakraments annuliert wurden. Erst 1877 liess die Kirche in der Kapelle eine Inschrift anbringen, (-jedoch in zweideutigen Begriffen verfasst) die den legendären Charakter des „WUNDERS“ anerkennt. Der gut gemeinte Rat eines Professors der Kath. Universität Louvain wurde nicht befolgt: er hatte in den 60er Jahren beabsichtigt, sich offiziell bei der jüdischen Gemeinde zu entschuldigen. ....

Man könnte sich folgende Fragen stellen:

* wurde die Verehrung dadurch verwischt?
* Und dadurch der Hass auf der Gegenseite angefeuert?
* warum haben die Mächtigen (des Volkes) die Verehrung des „Heiligen Blut-Kultes“ so sehr gefördert?
Erst ab dem XIX° Jh. scheint die Stadt sich an ihren Heiligen Schutzpatron zu erinnern.
Das Jesuitenkollege der Stadt wird unter seine Schirmherrschaft gestellt. Erst 1909 nimmt die „Université libre de Bruxelles“(eine Laien-Institution, die 1834 von den Freimaurern, als Gegenpol der Katholischen Universität von Leuven) gegründet wurde, den Erzengel Michael als Emblem.
Es ist wahr, dass sein Schwert durch die Fackel von Prometheus ersetzt wird:
Er thront über den Devisen
„scientia vincere tenebras“:
Die Wissenschaft: Licht (Licht der Wissenschaft), wird die Dunkelheit ( Die Unwissentheit) besiegen:


Université Libre de Bruxelles


Abbildung:KUL Katolieke Univesiteit van Leuven

Man könnte also behaupten, die Freimaurer hätten dazu beigetragen, die Erinnerung an „Saint-Michel“ in Brüssel wieder zu beleben !

Genaues darüber kann nicht gefunden werden. Es ist auch seltsam zu erfahren, dass der damalige PLACE ST. MICHEL, aus dem Jahr 1776, später umgetauft wurde; er wurde der heutige Märtyrerplatz ( Place des Martyrs).


Und grade dieser Platz, im Neo klassischen Stil der Epoche gebaut, weist die Proportionen eines Freimaurertempels auf! und-
damit ist die Geschicht natürlich noch nicht zu Ende....

Brüssel und der Erzengel Michael, Teil2

Heute ein wenig Geschichte, Hintergründe , auch wieder zusammengestückelt und mehr oder weniger gut übersetzt (mit herzlichem Dank an die plötzliche Hilfe via Skype-online....)

Man könnte meinen, dass Brüssel den Erzengel im Laufe der Zeit vergessen hat, oder besser, dass er nur noch "äusserlicher Schmuck" geworden ist: man könnte fast meinen er sei wieder in die Sümpfe versunken... (oder aber er hat sich zurückgezogen und ist auf einer anderen Ebene zuschauend tätig).


Hier eine historische Abbildung der COLLEGIALE der Heiligen 'Michael und Gudula' aus dem Jahre 1727


klikk-> vergrösern!!
Die erste Kirche (La collégiale de BALDERIC) brannte nieder, eine neue Kirche wurde erbaut, flankiert durch einen imposanten Vorbau (Westbau) im ottomanischen Stil. Die Grundmauern (sousbassements) sind heute noch dem Besucher zugänlich und befinden sisch unter dem Schiff der heutigen Kathedrale.


klikk-> vergrösern!!

Um 1226 beginnen die Bauarbeiten des heutigen imposanten Gebäudes, welches erst 2 Jahrhundere später fertig wurde. Die beiden Türme wurden 1490 fertiggestellt.
Der Südturm erhält 2 Glocken, die den Namen „Gudule“ und „Michel“ erhalten. Erst viel später, um 1804 kommt eine 3. Glocke hinzu, genannt „ST. Géry“. So sind die 3 Gründungselemente wieder im neuen Bau vereint.


Zur gleichen Zeit hatte , nicht weit von der Kathedrale entfernt, der grosse Maler der flämischen Primitiven, Roger Vander Weyden (Roger de la Pasture) sein Atelier. Hier entstand auch das berühmte Altarbild des letzten Urteils, welches nun im Hospiz von Beaune (Frankreich) bewundert werden kann.
klikk-> vergrösern!! unbedingt!!!

Der Flügelaltabild und das Detailbild des Erzengel Michael mit der Waage.



Der Maler Roger Vander Weyden ist in der Kathedrale beigesetzt, obwohl man die genaue Stelle nicht kennt, nur ein Schild weist darauf hin...


Die historischen Aufzeichnungen sagen nicht viel darüber. Wenn man heutzutage die Kirchen und andere religiöse - oder zivile Gebäude in Brüssel - besichtigt, findet man in fine sehr wenig Abbildungen ode Statuen des Erzengels, nur eine Militär- Gilde der Bogenschützen der Stadt Brüssel ernannte ihn zu ihrem Schutzpatron.


Man muss leider feststellen, dass in de Kirchen in Brüssel sehr wenige Abbildungen oder Statuen aus dem XVI Jahrundert zu finden sind. Die Religionskriege gingen dort vorbei, es gab um 1695 grosse Zerstörungen, anschliesend kam die franz. Revolution. Darauf folgte die die Kontra-Reform: im Laufe des XVII°, XVIII° und des XIX° Jahrhunderts wurden die Kirchen prachtvoll mit Kunstwerken der Kulturepoche (ideologisch und künstlerisch) dekoriert (im wahrsten Sinne des Wortes)...

Letztendlich zerstörten die Städteplaner des XIX° und des XX° einige alte historische Viertel und somit auch die Spuren vergangener Kulturen.
Nicht viel war übrig geblieben, auch nicht im Schatz.

Es verbleibt der Eindruck einer Leere.

Andererseits war ein anderer Kult stark anwesend, auf den man einen Moment zurückgreigfen sollte, nämlich der des ‚Wunders des Heiligen-Sakramentes’.
Im XIV° Jahrhundert, so turbulent es auch war,lebte eine kleine jüdische Gemeinschaft im Schatten des ‚Palais du Coudenberg’. Diese Gemeinschaft stand unter der Schirmherrschaft der Herzöge von Brabant. Nun geschah es, dass im Jahre 1369 die judische Gemeinschaft verdächtigt wurde, die Hostien in verschiedenen Kirchen von Brüssel gestohlen und sie dann mit Dolchstössen „getötet“ zu haben. Es wurde gemunkelt, die Hostien hätten „geblutet“.*..
Die „schuldigen“ „gestanden“ unter Tortur und wurden zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt, nachdem sie erst in den Straßen von Brüssel herumgezeigt und öffentlich gequält wurden.
Solche Erzählungen wurden in verschiedenen Gegenden des christlichen Europa bestätigt; insbesondere in Italien, in Deutschland und in Frankreich.Im Allgemeinen waren sie jedes Mal Vorwand einer judenfeindlichen Hetze.


*Heute weiss man, dass Hostien, an feuchten Orten aufbewahrt, durch die Anwesenheeit von Schimmelpilzen rote Flecken bekommen; was verdeutlicht, warum man meinte, die Hostien hätten geblutet..


So viel für heute....es wird aber weitergehen...(denn: Geschichte geht immer weiter)...

26. September 2009

BRÜSSEL und der ERZENGEL MICHAËL

Aus den Sümpfen geboren:
Versuch einer kleinen Zusammenfassung aus den verschiedensten Quellen, aus verschiedenen Sprachen zusammengestückelt, letztendlich ins Deutsche übersetzt , so gut es eben ging...
als erster Teil einer Reihe von.....( mal wie viel es wird...) Zusammenfassungen.
Im Rahmen einer gemeinsamen Nachrichtenblatt- Themen-Doppelnummer
FR und NL für die Mitglieder der Antroposoph. Gesellschaft Belgien mit dem Titel;
St. Michael und Brüssel

1.Teil
Wie BRÜSSEL „Hauptstadt“ wurde..
wie der Erzengel Michael mit dieser Stadt verbunden ist,
damals und heute noch.


Jahrunderte liegen zwischen den 3 FAHNEN
es gibt noch weitere Variationen...




Erste Stadtmauern

Der Beginn liegt wahrscheinlich noch vor dem 10. Jahrhundert:
In den Sümpfen des Senne - Tals finden wir die ersten Bewohner. Sie ließen sich um eine kleine Erhebung auf einer Insel im Fluss nieder:
„Broekzele“ oder „Bruocsella“
war geboren; wahrsten Sinne des Wortes : Wohnort im Sumpf“.
(Brucsella> broek = Sumpf + sali = Gehäuse)
die ersten Stadtmauern um ca 1555
Etymologisch bedeutet „Brüssel“ Bruocsela oder Broeck-Zeele " grosses Haus aus dem Sumpf". Wir finden dieses Wort zum ersten Mal in 695 in einem Dokument, das besagt, dass Brosella der Diözese Tournai angehört.
Die edle und ruhmreiche Geschichte beginnt eigentlich mit Sankt Gery, Bischof von Cambrai, der um das Jahr 600 dort lebte.

Sankt Gery Erzbischof von Cambrai

Zu jener Zeit, (so erinnert man sich) , verwüstete ein Drache das Land, die Wälder und Sümpfe. Sankt Gery, der zuvor schon einen Drachen in der Gegend von in Cambrai besiegt hatte, war entschlossen und griff auch dieses Tier an: obwohl er grösser war als der den er vorher schon besiegt hatte.Trotz der Grösse des Tieres gab er nicht auf. Welch ein schönes Tier! Der unerschrockene Geistliche warf letztendlich seine Stola um den Hals des Drachen und zog ihn an den Rand der Seine, wo er ertrank.
Man nimmt an, dass ab dem 7. Jahrhundert, als der Glaube sich von der Diozöse CAMBRAI, (das spätere Brabant) ausbreitete, und an dieser Stelle eine Kapelle zu Ehren des Erzengel Michael erbaut wurde, genau an der Stelle an der sich die heutige Kathedrale befindet. Die Legende erzählt weiter, dass ST. Gery, Bischof von Cambrai, ein entschlossener Bekämpfer des Heidentums, und der Erbauer dieser Kapelle war. Weiter wird berichtet, dass auf seinen Befehl hin viele Abbilder der germanischen Götter (WOTAN) und der Keltischen Götter zerstört wurden. Diese Zeit, der Beginn des Mittelalters, wird auch mit dem Sieg des Christentums über das Heidentum betrachtet. (der Sieg des LICHTES über die DUNKELHEIT).

Charles , Herzog von Lothringen erbaute um die Kapelle herum eine Art Festung, das CASTRUM, in die er die Überreste der heiligen Gudula bringen liess. Diese Festung kann als erste Stadgründung gesehen werden. ( Von Gudula wird das „Laternenwunder“ erzählt. Auf dem Weg zur Kirche blies der Teufel die Laterne aus. Sie sollte sich verirren. Ein Engel aber zündete die Laterne immer wieder an.)

Die heilige GUDULA mit der Lanterne

Man kann sagen, dass drei Glaubensströmungen durch 3 Vertreter der Religionen die Anfänge der Stadtbildung beeinflusst haben ;

St. Gery, die heilige Gudula und der Erzengel Michael: im Kampf des Lichtes gegen die Dunkelhiet der Kampf des Guten gegen das Böse.

***
In der ersten Hälfte des XI° Jahrunderts erbaute Lambert II, genannt Balderic, Graf von Leuven eine erste grössere Stadtmauer, und erhob die kleine Sankt Michael Kapelle in den Rang der „Collégiale“ (1047).
So war die „Collégiale“ der beiden Heiligen - Michael und Gudula –
als INSTITUTION entstanden, als SITZ des Klerus, (eine führende Rolle in Religion und Politik), und als GEBÄUDE.
Wir haben aber gelesen, dass Sankt Michael schon vor der eigentlichen Stadtgründung verehrt wurde.
Die Tradition erklärt aber, dass dieses Ereignis (St. Michael als Schutzpatron der Stadt) mit der Person des Grafen Lambert II verknüpft ist; die Legende erzählt:

der junge Lambert verehrte ein junges Mädchen aus dem Volk, schön wie der Tag und sehr fromm. Das Mädchen aber wies seine Avancen zurück, und Lambert I°, der Vater , von Wut entbrannt, liess seinen Sohn ins Gefängnis einsperren mit der Absischt, ihn zu töten.
Die Mutter rät dem Sohn, zum Erzengel Michael zu beten. Die Gebete werden erhört und Sankt Michael öffnet die Türen des Gefängnisses. Draussen warten 3 Rosse, das erste für Lambert, das zweite für seine Geliebte, das dritte für den Gesitlichen der sie trauen soll. Sie schwingen sich in die Sättel und reiten in vollem Galopp davon, halten nicht inne, bis sie vor den Toren von Antwerpen stehen. Dort erst war das Paar in Sicherheit.
Der Vater, LambertI°, verzieh seinem Sohn erst auf dem Totenbett, und als Dank ernannte Lambert II Sankt Michael als Schutzpatron der Stadt Brüssel. Er äusserte auch den Wunsch, dass für Sankt Michael einst eine grosse Staute erbaut werden sollte, die auf Dach des höchsten Hauses stehen sollte.
Dieser Wunsch wurde im XV° Jahrundert (genau um 1454) erfüllt. Ein neues Rathaus wurde erbaut, mit einem sehr hohen Turm, und auf die Spitze wurde als Wahrzeichen eine Bronzestatue des Heiligen gesetzt, ein Kunstwerk des Kesselmachers Martin van Rode.

Erzengel Michael heutzutage auf der Spitze des Rathauses , eine Statue aus Kupfer. (Messing?) Höhe: 2.70 Meter (oder vergoldet??)
Eslohnt sich, die Fotos anzuklikken, besonders das letzt!! Man sieht die Feinheiten der Arbeit, die man sonst vom Boden aus als Tourist-Betrachter nicht erkennen kann.

21. September 2009

Heute am Himmel: Montag, 21. September 2009


-->Anklikken vergrösert den Nachthimmel..

Heute Nacht fing der Herbst an.
Der abdendlcihe Gang auf die Weide war deutlich als neues "Meilenstein Erlebnis " im Jahreslauf zu spüren: eine sehr dunkle Nacht, der Sichelmond war noch nicht aufgegangen, es stiegen einige Nebelschwaden aus den Wiesen hoch, es roch stellenweise nach den rungtergefallenen Äpflen, die Bäume verlieren massenhaft die Blätter, es raschelt auf Schritt und Tritt. Es war die letzten 14 TAge sehr trocken, das Gras wächst kaum noch .
RED bekommt ausser dem Heu für die Nacht zusätzlich eine Mass Futtermischung, mit Karotten und Apfel-Fallobst-Stücken..... Hmmm, das wird mit dem typischen "mmmmhhmmmhhhhh"Gebrummel begrüsst. Er wartet jeden Abend darauf .( Heute war ich sehr spät dran,- ich war im Bildhaukurs. Nicht um zu arbeiten, sondern um zu sagen, dass ich diese Jahr nicht kommmen würde...ich überspringe ein Jahr...nach gründlicher Überlegeung; doch davon ein andermal. )

Über all dem strahlte ein wunderbarer Nachthimmel, fast wolkenlos, mit deutlich sischtbaren Sternbildern, und dem hellen Planeten Jupiter im Steinbock.
Hier ein Auszug aus Recherchen im Internet:

"Schattenspiele der Jupitermonde am Abendhimmel
Venus taucht 2½ Stunden vor Sonnenaufgang im Ostnordosten auf. Der hellste der Planeten geht morgen Dienstag um 4½ Uhr auf. Venus wandert -3.9 Grösse hell durch das Sternbild Löwe. Der Planet ist 28° weit von der Sonne entfernt. Der grösste Planet unseres Sonnensystems leuchtet am frühen Abend vom Himmel. Im Süden steht er um 22¾ Uhr. Die Kulminationshöhe beträgt dann 24°. Er verschwindet morgen Dienstag um 3¼ Uhr. Jupiter (im Sternbild Steinbock) weist eine Helligkeit von -2.8 Grösse auf. Teleskope zeigen die 47" grosse Planetenscheibe. Die Monde von Jupiter (er hat 63 Monde!!) können bereits mit einem Fernglas erkannt werden. Diese werden regelmässig von Jupiter und dessen Schatten bedeckt, manchmal werfen die Monde ihren kleinen Schatten auf die Planetenscheibe. Um 22 Uhr erscheinen die Jupitermonde durch ein Fernglas betrachtet in folgender Reihenfolge um die Jupiterscheibe: Callisto-Ganymed-(Jupiter-Io)-Europa. Licht- und Schattenspiele der Jupitermonde sind mit einem Teleskop zu verfolgen. Um 20.15 Uhr betritt der Schatten von Io die Planetenscheibe. Io beendet um 21.40 Uhr den Durchgang vor Jupiter. Um 22.34 Uhr verlässt der kleine Schatten von Io Jupiter.

***

15. September 2009

Portugesischer Marmor," Aurore Rose" wird fertig


tja, es wird Zeit mal wieder Neues vom STEIN zu berichten. das 5. Jahr Bildhauen hatte ich ja beendet, ohne den Stein ganz fertig abgearbeitet zu haben. Das "Diplom" war mir nicht so wichtig.... Ich hatte auch den Eindruck, dass man mit einer einzigen Arbeit in Stein noch keine richtige Erfahrung im arbeiten erworben hat....vor allem da ich feststellen musste, dass es mir ziemlich schwer fiel, die räumliche Vorstellung zu beherrschen. Ich musste immer sehr lang überlegen, bis ich endlich den Mut hatte, ein paar Zentimeter mit dem Winkelschleifer abzuschleifen. Mir war es klar, dass ich das während der "Sommerferien" zu Hause weiterarbeiten würde.
***

So sah es ganzam Anfang der Arbeit aus....
ein Block von ung. 35-40 kg
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Im Sommer konnte ich draussen arbeiten, das ist erstens angenehm und der aufkommende Staub wird vom 'Winde verweht'...ich hatte anfangs bei Regenwetter drinnen ( im "ATELIER") mit dem Winkelschleifer gearbeitet , aber bald eingesehen, dass auf diese Weise in kürzester Zeit alles unter einer Schicht weissen, wenn auch feinen Staubs lag. Der, wie ich hinterher sah, bis in die hintersten Ecken gelangt war. Von da an wurde nur noch draussen gearbeitet, und bei Regen unter dem aufgespannten Sonnenschirm....
Man sieht, wie grössere Stücke erst 'Scheibenförmig ' angesägt werden, dann mit dem Hammer abgaschlagen werden

Hiermit ist die Arbeit mit dem Winkelschleifer momentan beendet, später wird er wieder für Grobarbeiten gebraucht.

Jetzt wird mit Hammer und Meissel weitergearbeitet.

Meisselarbeit, um die grobe Form haerauszuholen. Und immer und immer wieder werden die Masse und Proportionen mit dem Gipsmodell verglichen.

Überraschung: Es wird eine dunkle Stelle im Marmor sichtbar, nur weiss man nicht, wie tief oder breit sie ist, das wird die Überraschung sein...

Ab jetzt wird wieder geschliffen, mit der Maschine. was auch glernt sein will, denn bei der Geschwindigkeit der Drehungen ist man schnell (und ohne dass méannes gfleich merkt), zu tief gekommen, was dann wieder ausfgeglichen werden muss...(ich musste erst ein Maschinengefühl" entwickeln).... Red schaute oft von weitem zu, und er fand es sicher seltsam dass von diesm Ort so viel Krach bis zu ihm drang.
Nun ich denke , dass jetzt die Form, wie sie ursprünglich in Gips entworfen war, ungefähr erreicht ist. Das geübte Auge wird entdecken können, das hier und da die Form entwas vom "Original" abweicht..tja, also, das 5. Jahr Bildhauen ist hinter mir: es sind grade mal die Grundkenntnisse erarbeitet woren, von jetzt an sollte man eigenständig die erlernten Techniken ins praktische umsetzen....also kreatiev werden.....

;-)

llyuyuyuy

.So sieht er aus, wenn er nass geschmirgelt und trocken geworden ist; es muss nun noch eine Behandlung mit Steinöl kommen, damit er seine richtige Farbe behält und seinem Namen Ehre macht: portugiesischer Marmor AURORE ROSE; aber das Bild habe ich noch nicht....


5. September 2009

Der September Anfang….

Der 1. September ist , so wie der 30 Juni, ein „Meilenstein-Datum… Wenn der 30. Juni erreicht ist, hat man so das Gefühl, eine ganze Riesen-Sommer-Zeitperiode vor sich zu haben, in der man alles, aber auch alles, was noch anstand, erledigen kann und sogar noch ein bischen mehr.... Und jetzt ist schon das andere Ende dieser „Epoche“ so ganz plötzlich da, man merkt es am Klima es windet frisch und kühl, dienSonne fällt in einem anderen Winkel auf den morgendlichen Frühstückstisch ....und so vieles ist noch auf der Warteliste... Der Wind weht kräftig herbstlich, es wird deutlich kühler, die Abende sehr frisch, nicht mehr zum“ gemütlichen Draussensitzen“ geeignet....Sommerblumen verwelken...


Verwelken? Nein, nicht alle, einige unter ihnen ziehen nur diskret ein „Herbstkleid“ an und sehen wieder schön aus..zwar nicht mehr so farbenprächtig,“ aber darum diskreter in den Nuancen, und sogar je nach Witterung an Intensität wechselnd. Ich rede von meiner Wahl, dieses Jahr den Hortensien (Hydrangea macrophylla) den Vorrang in meinem Garten gegeben zu haben.

Zwar stehen sie noch in grossen Töpfpen , um zu sehen, wo und wie sie am besten gedeihen. Und nun weiss ich wie ich es möchte: einen Übergang von Wiese zur Begrenzung des Grundstücks schaffen, (durch verschiedene Sträucher, wie Rhododendron etc) ,
sodass es richtig „natürlich“ aussieht, man nicht in jeder Saison neue Blumen einpflanzen muss und man nicht überall Blumentöpfe rumstehen hat, die im heissen Sommer dauernd gegossen werden müssen. Für mich sind Hortensien die richtigen Blumen dafür. Ich hatte sie in diesem Jahr auch noch in Kübeln und war ertaunt, wie viel Wasser sie brauchen.
Je mehr Wasser, umso schöner wurden die Farben! Es entfaltet sich eine ganze Skala von Farbtönen, vom der Blütebeginn bis zum Ende der Blütezeit, wobei die Form der Blüte fast gleich bleibt, und keine Verwelkungsanzeichen zu erkennen sind. So sah eine Blüte im Frühling aus, kräftige Farben, die im Laufe des Sommers an Intensität verloren, blasser und blasserwurden ,von pinky-Rosa nach Altrosa wechselten, und schliesslich einen ganz neuen Farbton entwickelten ..
Dieser neue Farbton ist auch noch nicht definitif, je nach Sonne, oder Trockenheit oder Regen verschwindet der rötliche Ton, wird manchmal bläulich, oder dunkelgrün...

Hier könnte man meinen, eine ander Pflanze zu sehen, aber es ist die selbe...

Die blauen Varianten machen es ähnlich, auf dem unteren Bild sieht man die "verwelkten" Blüten und einen neuen kleinen "Nachkömmling", noch in blauen Knöspchen...

man kann die Bilder anklikken, dann sieht manerst richtig die Farbnuancen...

Dies ist "LIMELIGHT" eine sehr dezente Farbnuance, die am besten gegen einen dunkelgrünen Hintergrund steht...dort leuchtet sie umso mehr...diese Art verändert scih kaum, nur am Ende der Saison werden die cremeweissen Blüten etwas gelb-rosig ...

9. August 2009

Doldenblütler-ausgeblühte Riesen- für Barbara


Hier ein Exemplar im Abendsonnenschein, nur die "Krone" im Visier, darunter die Version: "schnell ein Foto mit dem Handy ", da ich keinen digital Apparat dabei hatte, um die Grôssenverhältnise deutlich zu machen: ich ( 1m74) stehe neben der Pflanze, bis zum Knie im Gestrüpp, da wird deutlich, dass die Pflanze sicher nochmal so hoch ist.

Der (gelegentlich auch die) Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum), auch Herkulesstaude oder Herkuleskraut genannt, ist eine zwei- bis mehrjährige krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler. Die ursprünglich aus dem Kaukasus stammende Pflanze ist in Europa und Nordamerika ein etablierter Neophyt.
Beim Umgang mit der Pflanze ist größte Vorsicht geboten. Der Riesen-Bärenklau bildet photosensibilisierende Substanzen namens Furanocumarine, die in Kombination mit Sonnenlicht phototoxisch wirken. Bloße Berührungen und Tageslicht können bei Menschen zu schmerzhaften Quaddeln oder sogar schwer heilenden Verbrennungserscheinungen (Photodermatitis) führen. Es wird deshalb empfohlen, bei der Bekämpfung der Pflanze vollständige Schutzkleidung zu tragen, zu der auch ein Gesichtsschutz gehört.
Die Herkulesstaude wurde 2008 zur Giftpflanze des Jahres gewählt ! Naja!



4. August 2009

Reisebeschreibung für HIS HOLINESS


WELCOME!!!!

YOU WILL FIND THE PLACE in the lowlands ... the moon is rising ....

klikk to enlarge tis image!!

2. August 2009

Die Nachbarn von gegenüber... vielleicht Hilfe für Murat???

Der alltägliche Blick aus dem Küchenfenster zeigt so einiges, das man schon aus lauter Gewohnheit gar nicht mehr richtig wahrnimmt...natürlich die Kühe, die bewegen sich , aber die meine ich nun nicht. Es ist das Haus dahinter. Hier wohnen inzwischen nur noch 5 erwachsene junge Leute, (Brüder), die da so auf ihre Art einen Familien-WG haben...der Vater war schon lmange gestorben, die Muttter vor ein paar Jahren. Jetz, wo sie nihct mehr da ist, haben die Jungen Männer ihre Gewohnheiten übernommen ( vielleicht nicht alle, aber diejenigen die ich von hier aus betrachten konnte), nämlich das Wäsche aufhängen!!! das geschah in :

1)Grössenordnung,: vom kleinsten bis zum grössten Teil

2)Art der Wäsche, (alle Unterhosen, Unterhemden, Hemden, Pullover, Socken, Handtücher, Waschlappe,..etc

3) nach Farben geordnet!

Eine Frau habe ich noch nie dort gesehen!!!

Ich glaube dass nur einer von ihnen richtig arbeitet, er fährt jeden Morgen mit dem Rad fort. Die anderen beschäftigen sich tagsüber meist draussen , man sieht sie viel hin und her, raus und rein rennen und "wurschteln". Tauben haben sie ebenfalls, und die Taubenschläge werden dauernd weiter ausgebaut.

Hinter dem grossen Haus gibt es zwischen Bäumern versteckt ein kleines Gartenhäuschen, das seit einiger Zeit leer steht....
Meine Katze, die MINOU, hat sich diesen Ort als Sommerfrische ausgesucht. Irgendwie gefällt es ihr dort, sie geht auch morgens aus dem Haus und kommt ein paar mal zum "Essen", geht dann abe wieder weg. Wäre das kein gutes Versteck für MURAT ???? Von mir aus kannst Du dort ebenfalls "incognito" auftauchen...ich denke dass man sich über Murat's Musik sehr freuen würde...und falls ich Dir dann irgendwo mal begegne, (und falls ich dich erkennen sollte), so werde ich so tun als ob ich Dich nicht kennen würde, nur mal eben mit einem Auge rüberzwinkern...

also???? die Kühe werden Dich erkennen, aber scher nicht verraten!!!