12. Juli 2011

Polopferde im tägl. Leben-(fast) hautnah

Ein klassisches Gemälde gibt ein impressionistisches Bild vom Polosport.
Das tägliche Leben sieht anders aus.
Der Trainer nimmt meist "Handpferde" mit auf die Weide. Die Tiere sind es gewöhnt, sich dicht in Gruppen zu bewegen. Es sieht sehr schön aus, wenn sie so im Trab oder Galopp alle zusammen ankommen oder wegreiten.Typisch ist die Kopfbedeckung der Trainer: sie ähnelt einer grossen Baskenmütze, entw. schwarz oder rot. Normalerweise hätte der Groom ein weisses Hemd oder Shirt mit blauen Streifen tragen können.
Polopferde werden (meist) täglich getraint: ca.15. min im Schritt, 15 min. im Trab und 15 min im Galopp trainiert.(von langsam bis sehr schnell).
Wenn sie bei einem Match auf dem Polofeld sind, werden sie auch nach 15 min ausgewechselt.* Jeder Polospieler hat mindestens 2 Pferde für ein Spiel.
*Ein Spielfeld darf nicht länger als 300 yards (274,30m ) und nicht breiter als 200 yards (182,80m) sein. !!!
Zum Vergleich:
Fussballfeld:  Breite: 45 bis 90 m   -  Länge: 90 bis 120 m
Und während dieser 15 min. da wird wie wild herumgaloppiert, je schneller, desto besser!!! Und das meist in Gruppen und nicht gradlienig, sondern kreuz und quer hin und her, so wie eben ein Ball durch Schläge hin und hersaust...
***
Eines Morgens sah ich die Pferde  mit seltsamen "Blumentöpfen"  "dekoriert"  auf der Weide stehen: Ich traute meinen Augen nicht: Es waren Maulkörbe, auch "Futterbremse" genannt, die sie daran hindern, sich mit gröseren Mengen Gras voll zu fressen. Ja ja, "Sportler" müssen fit und nicht fett sein. Logisch ist es ja, aber wenn man eine Herde so stehen sieht, dann macht man sich so seine Gedanken...

  Die Pferde tragen selbst bei warmem Wetter Stalldecken. Den genauen Grund dafür habe ich noch nicht erfahren können.

Diese Mauklörbe haben unten 3-5  kleine Löcher, durch die eventuell ein paar Garshalme durchkommen ...das Gras war eh schon so kurz, daran konnten die Pferde sicher nicht überfressen!
Es sieht auf jeden Fall sehr seltsam aus, ich bemerke das an Spaziergängern, die im vorbeigehen stehen bleiben und sich alles genau anschauen.








 Bei der Hitze und dann noch mit einer Stalldecke..da macht man am besten ein Mittagsschläfchen und träumt von grünen Weiden!

um ein wenig mehr zu sehen und zu hören , kann untenstehender Link angeklikkt werden ( neues Fenster angeben: ist von Youtube)Polo in Wort und Bild 


***

7. Juli 2011

Endlich Hochsommerstimmung - Wiesen - und Polopferde....

Diesmal kein Stundenbuch vom DUC DU BERRY, dort waren die Kornfelder auch noch nicht goldgelb....
sondern eher "harte Tatsachen, aus dem Leben gegriffen...aus der täglichen Sicht vom Küchenfenster aus....
Im letzten Jahr waren die Kühe schon nicht mehr auf der Weide, es wurde gearbeitet..der neue Besitzer hatte den ganzen Komplex für seine Polopferde gekauft und man sah, dass grosse Arbeiten anstanden.

Im Frühjahr hatte ich sogar eine neue Transformatorstation dazubekommen, die die Sicht ein wenig behindert 



so sieht es jetzt aus. Im vordergrund ist eine "Wiese" die total abgegrast  ist, auf der die Pferde meist einzeln stehen. Im Hintergrund ist eine sehr grosse Wiese, die als 'Trainingsfeld' angelegt ist: hier werden die Pferde fast tägl. für kurze Zeit geritten ( sieh unten stehende kleine Videos). ansonsten sind sie Tag und Nacht auf den  von hier aus nicht sichtbaren Weiden : (rechts und links im Hintergurnd.)

die neue =Pferdeweide, die grade erst wieder "ergrünt" ist

Deswegen gab es auch nicht die "Hochsommerstimmung" die ich früher immer so gerne erlebte ;
 (siehe auch:"Sommer Kuh impressionen")Seitdem ist die Stimmung anders.

Polo - Pferde - ein (hartes)  Schicksal !!!

entweder sind sie "auf Turnier", stehen einzeln tagelang alleine , dann wieder in Gruppen, oder stehen stundenlang angebunden und warten...(doch dazu kommt später noch ein Beitrag)...

diese beiden stehen Tag und Nacht auf einem kleinen abgegrenzten Stückchen "Weide", von der seit langem nichts mehr übrig ist.

hier dürfen sie ( immer mit Decken auch bei starker Sonne) mit Maulkorb grasen...(später mehr davon)

die Getreide-Felder wurden endlich "golden" und die Weiden langsam spärlicher und abgegraster



ein kleines "Filmchen"  im Zeitraffertempo, zeigt das tägliche Training der Polopferde... und die "Freizeit" auf der Weide, die leider eher selten ist.
dies sind  also eine Art "Sommer-Pferde Impressionen"


leider nicht mit der richtigen Kamera gefilmt, sondern mit dem Photoapparat, die Qualität ist nicht so gut; aber immerhin, auch eine "Impression" ;-)


wird natürlich fortgesetzt...

19. Juni 2011

Juni---dies und das..


Der Juni ist eigentlich  kalt und windig...abgesehen von einigen sonnigen Tagen..im Garten geht es dennoch weiter...
Vor einiger Zeit sah es noch so aus....
Der Anfang der Arbeiten (schon ein paar Monate her): der Teich wird schubkarrenweise, (eine Geduldsarbeit) zugeschüttet; die Erde kommt von den beiden Erdhaufen.
 damals war Minou noch kerngesund.....

und froh


dann kam der Anfang der Krankheit, Minou nach einem "Desinfektionsbad" in Handtücher eingemummelt....



und das Stadium wo der Hautausschlag nicht mehr ausheilte und alle Haare ausfielen und schliesslich nichts mehr zu machen war.
Die Bilder sind noch ziemlich "milde"; in Wirklichkeit sah es viel schlimmer aus. Auf den  unteren  Bildern sieht man Spuren des ALU-Sprays, der die nackte Haut mit einer Schutzschicht bedeckte.
Letztendlich half es auch nicht viel.



Man sieht, dass sie krank war....
***
Ich habe noch Photos von Minou  gefunden, "aus der guten alten Zeit", eine schöne Erinnerung...


***
Jetzt  blüht der Fingerhut ...
(Wenn man anklikkt, sieh man Red in der Türe stehen...)


...und die Geranien leuchten.
Der zweite Erdhaufen wird in Angriff genommen:

Erde abstechen, zerkleinern und Steine entfernen, dann aufschütten und nivellieren...Karre nach Karre....Jan wollte das so...keine grossen Maschinen einsetzen....
und zum Schluss (für heute) eine nette Überraschung: Jan "personalisiert"  gerne die gekochten Eier...das kam dabei heraus...


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2. Juni 2011

Juni ist da, bleiben wir im Stundenbuch...Wiesengrün und Sommerblau statt Erntegelb!!


Der Juni ist in den Kalenderblättern der Monat des Heumachens. Bauern, vielleicht auch bezahlte Arbeiter, mit Hüten als Sonnenschutz und nackten Beinen mähen gemeinsam eine Wiese. Ebenso wie die leichte Kleidung und – abermals als Sonnenschutz – die Kopftücher der beiden Heuwenderinnen im Vordergrund lässt dies annehmen, dass es ein heißer Sommertag ist. Auch auf diesem Bild werden die Einzelheiten genauestens wiedergegeben. Das frisch gemähte Gras hebt sich deutlich von dem intensiveren Grün des ungemähten ab, das schon verblichene Gelb des Heus zeigt nochmals einen anderen Farbton. Eleganz und Anmut in der filigranen Zerbrechlichkeit und dem Schwung der weiblichen Figuren in Verbindung mit der rustikalen Derbheit der männlichen Gestalten – sowie der bäuerlichen Tätigkeit als solcher – machen den Reiz dieser Szene aus

Die Szene spielt in der Nähe der Residenz des Herzogs in Paris, dem Hôtelde Nesle am linken Ufer der Seine gegenüber dem Louvre , an etwa der Stelle, wo jetzt das Institut de France befindet. Auf dem rechten Bildteil ist die Sainte-Chapelle , eine Kapelle auf der Île de la Cité  zu sehen. Auf der linken Bildseite ist die alte Burg Frankreich dargestellt, die von den Königen von bewohnt war, bis Karl VI 'in  den Louvre zog . Im Himmelsbogen ist die Sonne zentral  dargestellt als Helios in seinem Sonnenwagen, zu seiner linken die Gemini und rechts der Krebs.

Liebe Barbara, ich hätte auch gerne ein leuchtendes Orangerot als JUNI Farbe gehabt, aber  hier ist es nun mal so!
Es entspricht vielleicht dem verganenen, obwohl sonnigen, aber  ziemlich kalten und windigen Monat Mai!!   Also nix mit ROT!!!

1. Mai 2011

Vom Monat Mai-und der Farbe Grün


Im Märzbild der berühmten Stundenbücher der Gebrüder Limburg tritt eine Gruppe von berittenen Frauen (oder Mädchen) mit maigrünen Mänteln auf.  Das mit Malachit gemalte Grün symbolisiert den Frühling und vielleicht auch die Jugendhaftigkeit der Mädchen. 
Die Wurzel des Wortes grün liegt in dem alten Wort ghro, was soviel wie wachsen und gedeihen bedeutet. Die Verwandtschaft des englischen Wortes grow mit green ist nicht von ungefähr. Mit Hilfe von Sonnenlicht und dem Kohlenstoffdioxid, das Tiere und Menschen erzeugen, produzieren die Pflanzen den lebensnotwendigen Sauerstoff und Stärke. Der Zauberstoff für den Prozess der Fotosynthese ist der grüne Farbstoff Chlorophyll (Blattgrün), der die Fähigkeit besitzt, anorganische Stoffe in organische umzuwandeln.

Obwohl das Chlorophyll schon seit mehreren Milliarden auf der Erde erfolgreich existiert, spielte die Farbe Grün bei den Jägern und Sammlern der Steinzeit im Gegensatz zur Farbe Rot offenbar kaum eine Rolle. So existieren praktisch keine Höhlenmalereienmit Darstellungen von Pflanzen, obwohl grüne Erden
zur Verfügung standen. Nach dem Untergang der Jagdvölker und mit dem Aufkommen des Ackerbaus traten zunehmend Götter in Erscheinung, die mit der Farbe Grün in Verbindung gebracht werden.
Im alten Ägypten war die Farbe Grün wie das Blau
positiv besetzt. In einer alten ägyptischen Hymne auf den lebensspendenden Fluss Nil heißt es:


Preiset in Ehrfurcht den Meister des Alls,
Der alle Ufer mit Grün geschmückt
Und leben lässt vom Vieh den Menschen
Und von den grünen Fluren das Vieh.
Du grünst, o Nil, du grünst die Gefilde.

Die altägyptische Himmelsgöttin und Göttin der Kuh Hathor wurde gelegentlich in der Gestalt eines grünen Baumes dargestellt. Sie galt als Herrin über die Liebe und das Leben. Eine Darstellung über die Göttin in einer Grabkammer zeigt, wie aus einer Maulbeerfeige eine schwere Brust heraushängt, die den Pharao tränkt. Besondere Bedeutung besaß der grüne Malachit.


© Thomas Seilnacht
 Er wurde gemahlen und mit Eiweiß, Akazienharz oder Feigenmilch verrührt, so dass eine smaragdgrüne Malfarbe und Schminke entstand. Diese wurde von den ägyptischen Frauen zum Schminken ihrer Augenlider verwendet. Neben seiner Verwendung als Pigment ist er bis heute ein beliebter Schmuckstein geblieben. Die Ägypter bauten das Mineral am Berg Sinai ab und gewannen daraus Kupfer. In der arabischen Welt nahm man gepulverten Malachit als Gegengift und gegen Geschwüre ein.
 Diese Wirkung ist wie seine Verwendung als Talisman, der Kinder vor Unfällen beschützen soll, eine Legende geblieben. Manche schreiben ihm jedoch noch heute heilende Kräfte zu. Ähnliches galt auch für den grünen Edelstein Smaragd.
Preiset in Ehrfurcht den Meister des Alls,
Der alle Ufer mit Grün geschmückt
Und leben lässt vom Vieh den Menschen
Und von den grünen Fluren das Vieh.
Du grünst, o Nil, du grünst die Gefilde.

Die altägyptische Himmelsgöttin und Göttin der Kuh Hathor wurde gelegentlich in der Gestalt eines grünen Baumes dargestellt. Sie galt als Herrin über die Liebe und das Leben. Eine Darstellung über die Göttin in einer Grabkammer zeigt, wie aus einer Maulbeerfeige eine schwere Brust heraushängt, die den Pharao tränkt. Besondere Bedeutung besaß der grüne Malachit. Er wurde gemahlen und mit Eiweiß, Akazienharz oder Feigenmilch verrührt, so dass eine smaragdgrüne Malfarbe und Schminke entstand. Diese wurde von den ägyptischen Frauen zum Schminken ihrer Augenlider verwendet. Neben seiner Verwendung als Pigment ist er bis heute ein beliebter Schmuckstein geblieben. Die Ägypter bauten das Mineral am Berg Sinai ab und gewannen daraus Kupfer. In der arabischen Welt nahm man gepulverten Malachit als Gegengift und gegen Geschwüre ein. Diese Wirkung ist wie seine Verwendung als Talisman, der Kinder vor Unfällen beschützen soll, eine Legende geblieben. Manche schreiben ihm jedoch noch heute heilende Kräfte zu. Ähnliches galt auch für den grünen Edelstein Smaragd. 

24. April 2011

Ostern 2011 in Freheit

Allen sei ein frohes, freies, gesegnetes Osterfest gewünscht,- die Schönhiet der Natur ist herrlich und gewaltig!!!


16. April 2011

Les Très Riches Heures du Duc de Berry - April


"Time has shed its cloak 
 of wind, rain and cold, 
 to assume the embroidery
 of the sun, shining bright and beautiful."

 So sang the prince and poet, Charles d'Orléans, at this time. Nature revives. Fields and woods turn green once more; flowers spring from the fresh grass. One and all celebrate this rejuvenation and become a part of it.The scene is at Dourdan, the property of the Duc de Berry from 1400, improved and fortified by him. The towers and dungeon of the château, whose ruins are visible to this day, rise at the top of a hill.
Nun, mir gefällt momentan die Zeit-Einteilung des Duc de Berry, also fahre ich ein wenig fort. April...in diesem Jahr ein sehr schöner, freundlicher,  farbenfroher Monat. Ich höre es von überalle: ach wie wunderbar ist es in diesem Jahr! Das neue Grün in allen seinen Schattierungen scheint grüner denn je, hier im Blogger gibt es diese Farbnuancen leider garnicht.
Ein Monat für Feste; Ostern fällt ja sehr spät un man wartet sehnsüchtig auf diese Tage.
Jeder freut sich, draussen in der Natur zu sein.
Es ist fast so, als ob draussen in der Welt garnichts passiert wäre. Wenn man sich nur um seine eigenen 4 Wände und Horizonte   kümmert kann man sich schwer vorstellen, dass es an anderen Orten überhaupt nicht mehr so ist und auch nicht so schnell wieder so sein wird.
Darum vielleicht das Glücks-und Dankgefühl, die Freude an der Sonne, den Farben, den Festen usw usw..kurz: dem LEBEN, wissend, dass es eine kostbare Freude ist, die man hüten und pflegen muss.